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Letzte Chance: „The Quiet Space“ – besuche den ruhigsten Raum Berlins

Berlin ist laut, und im Sommer liegt die Hitze schwer über der Stadt. Im Kraftwerk ist ein Raum entstanden, der Stille und angenehme Kühle vereint.

© Jana Eickholt/Privat

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Welche Reiseziele sind dieses Jahr noch immer günstig? Wir zeigen, wo du deinen Sommerurlaub verbringen kannst, wenn du nicht viel Geld zur Verfügung hast.Dieses Video wurde mit der Hilfe von KI erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.

Noch bis zum 17. August öffnet das Kraftwerk Berlin seine Tore für ein außergewöhnliches Projekt: „The Quiet Space“. Der imposante Brutalismusbau wird dabei vollständig von Inhalten und Infrastruktur befreit – kein Mobiliar, keine Installationen, nur der nackte Raum. Besucher*innen können ihn dienstags bis sonntags zwischen 15 und 20 Uhr kostenfrei betreten. Doch lohnt sich ein Besuch? wmn hat sich ein Bild gemacht.

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Stille im Kraftwerk Berlin

Das Konzept: völlige Stille. Telefonieren, Essen oder Gespräche sind nicht erlaubt, ansonsten gibt es keine Regeln. „Es ist einfach der nackte Raum. Es ist eine Raumerfahrung. Und diese Raumerfahrung setzt Energien in dir frei, die du selber vielleicht gar nicht so gut kennst“, sagt Kraftwerk-Betreiber Dimitri Hegemann gegenüber dem Magazin GROOVE.

Unterstützt von der Tresor Foundation versteht sich das Projekt auch als Rückzugsort – sowohl vor der Sommerhitze als auch vor dem dichten Kulturkalender der Stadt. Wer Brutalismus schätzt oder schon immer einmal das Kraftwerk frei von Veranstaltungen erleben wollte, hat jetzt die Gelegenheit dazu. Doch lohnt sich ein Besuch?

Kraftwerk Berlin
Ob Lesen, Zeichnen oder Tanzen: Die Besucher*innen nutzen den Ort ganz unterschiedlich. Credit: Jana Eickholt/Privat

Unser ehrliches Fazit

Schon beim Betreten des ehemaligen Kraftwerks fällt die angenehme Kühle auf – ein deutlicher Kontrast zu den sommerlichen Temperaturen in Berlin, die oft die 30-Grad-Marke überschreiten. Hinzu kommt eine spürbare Ruhe, zumindest in der Theorie: Bei unserem Besuch waren Gespräche und einzelne laute Geräusche durchaus zu hören. Dennoch wirkt der Raum deutlich stiller als die meisten Orte Berlins.

Viele Besucher*innen nutzten die Gelegenheit, um in den Industriehallen zu zeichnen, zu lesen oder Fotos zu machen. Der Ort bietet also verschiedene Möglichkeiten der Nutzung. Das Konzept überzeugt: Wer einen kühlen Rückzugsort sucht, wird hier fündig. Wer jedoch nur eine kurze Runde durch das Kraftwerk dreht, ist auch schnell wieder am Anfang angekommen. Für alle, die sich nach einem kühlen und ruhigen Ort sehnen, ist das Kraftwerk jedoch absolut die richtige Wahl!

Kraftwerk Berlin
Viele Ecken des Kraftwerks sind nur spärlich beleuchtet. Nur in der Mitte der Halle ist es hell. Credit: Jana Eickholt/Privat

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Neugierig geworden? Die Anreise

Das Kraftwerk Berlin befindet sich in der Köpenicker Straße 70. Es wurde 1997 stillgelegt und wird seit 2010 als Ausstellungs- und Veranstaltungsort genutzt. Im August findet dort auch das Atonal Festival statt, im südlichen Teil des Areals befindet sich der Club Tresor.

Weitere Informationen unter www.kraftwerkberlin.de.

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