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Forscher warnen: Diese beliebte Ostsee-Insel könnte schon bald zerbrechen – die Gründe

Noch ist es eine Insel. Doch schon bald könnte sie sich teilen. Um welche Ostsee-Insel es sich handelt und welche Gründe dazu führen.

© Rico Ködder/Adobe

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Noch ist Usedom eine zusammenhängende Ferieninsel – mit Stränden, die sich von Karlshagen bis Ahlbeck ziehen. Doch Klimaforscher*innen warnen: Bis zum Jahr 2100 könnte der Meeresspiegel der Ostsee so weit steigen, dass sich die Urlaubsinsel in mehrere kleine Eilande zerteilt. Doch was genau bedeutet das? wmn hat die wichtigsten Informationen zusammengefasst.

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Usedom könnte geteilt werden

Studien der Hamburger Hafencity Universität zeigen, dass selbst ein moderater Anstieg des Meeresspiegels dramatische Folgen hätte. Szenarien rechnen mit bis zu einem Meter Wasser mehr – genug, um Landstriche wie die Peenewiesen bei Anklam oder das Fischerdorf Wieck unter Wasser zu setzen.

Besonders kritisch: der Ostküstenstreifen zwischen Zinnowitz, Karlshagen und Trassenheide, der vom Hinterland abgeschnitten werden könnte – das zeigt eine interaktive Seekarte, die von der Hamburger Universität herausgegeben wurde. Usedom könnte sich also schon bald in mehrere kleine Inseln teilen.

Usedom
Usedom ist eine in der Pommerschen Bucht der südlichen Ostsee gelegene Insel, die größtenteils zu Deutschland und zu einem kleinen Teil zu Polen gehört. Credit: Travelview/Adobe

Das Umweltministerium Mecklenburg-Vorpommerns beschwichtigt nicht, sondern baut vor. Küstenschutzmaßnahmen wie das Sperrwerk in Greifswald sollen verhindern, dass ganze Dörfer überschwemmt werden. Deiche werden verstärkt, neue Sperrwerke geplant, Baugebiete in gefährdeten Regionen nicht mehr ausgewiesen. Vorbild: die Niederlande, die sich seit Jahrzehnten erfolgreich gegen den steigenden Meeresspiegel stemmen.

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Es handelt sich um Szenarien, nicht um Voraussagen

Wichtig: Es bleibt ein Zukunftsszenario und keine sichere Voraussage. „Die Szenarien sind, wie jede Prognose in die Zukunft, mit Unsicherheiten behaftet“, erklärt Güren Dinga, Geoinformatiker, der an der Seekarte der Hamburger Universität mitgearbeitet hat, gegenüber dem Nordkurier.

Usedom
Die Ostseeinsel Usedom wird durch den steigenden Meeresspiegel zum Teil untergehen. Credit: Westend61/Adobe

Fakt ist: Das Meer steigt, unklar bleibt nur, wie schnell und wie hoch. Ob Usedom tatsächlich auseinanderbricht, hängt nicht nur von globalen Klimaschutzmaßnahmen ab – sondern auch davon, wie entschlossen Mecklenburg-Vorpommern in Deiche, Dämme und technische Schutzwerke investiert. Sicher ist nur: Küstenschutz wird in den kommenden Jahrzehnten zur Überlebensfrage für die Ostseeküste.

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