Wer dieser Tage in Österreich wandern geht oder mit dem Auto unterwegs ist, könnte auf einen ungewöhnlichen Passanten treffen: Elch Emil. Der junge Bulle hat sich längst vom unbekannten Wildtier zum Social-Media-Phänomen entwickelt. Seit Juni 2025 ist er auf einer spektakulären „Sightseeing-Tour“ quer durch Europa unterwegs und sorgt dabei regelmäßig für Schlagzeilen. Jetzt erhält der junge Bulle sogar Polizeischutz.
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Alles zum Thema „Elch Emil in Österreich“
Emil streift weiter durch Österreich
Seit Wochen wandert ein ungewöhnlicher Besucher durch Niederösterreich: Elch Emil. Der junge Bulle ist vermutlich aus Polen über Tschechien eingewandert und hat sich mittlerweile den Beinamen „Wahl-Niederösterreicher“ verdient. Fast täglich tauchen auf Social Media neue Videos und Fotos auf, die seine Wege dokumentieren – vom Streifzug durch Streuobstwiesen bis zum Spaziergang durch Ortschaften.
Die Begeisterung in der Bevölkerung ist groß, doch die Begegnungen mit Emil bergen auch Risiken. Wo immer der Elch auftaucht, versammeln sich Schaulustige, und sein Weg kreuzt immer wieder Straßen und Bahnlinien.
Polizeischutz auf der Bundesstraße
Am 15. September 2025 gegen 20 Uhr war Emil auf der B121 in Böhlerwerk im Bezirk Amstetten unterwegs – eine Region in Niederösterreich. Um das Tier sicher zu begleiten und Autofahrer*innen zu warnen, geleitete die Polizei den Elch ganze 45 Minuten. Erst gegen 20.45 Uhr verschwand das Tier schließlich in einem nahegelegenen Waldstück.
Es war nicht das erste Mal, dass die Exekutive eingreifen musste. Bereits in St. Pölten kam es Anfang September zu Sperren, nachdem Emil mitten in der Stadt aufgetaucht war. Auch in Melk und Ferschnitz wurde er gesichtet – stets dicht gefolgt von Kameras und Handys – inzwischen ist er also wirklich eine kleine Berühmtheit – nicht ganz ungefährlich.

Ist Emil schon ein Popstar?
Laut WWF Deutschland begann Emils Reise vermutlich in Polen, bevor er über Tschechien, Nordmähren und die Slowakei nach Niederösterreich wanderte. Seit Juni hat er bereits über 230 Kilometer Luftlinie hinter sich gebracht – dabei spazierte er durch Dörfer, entlang an Feldern und schwamm sogar ein paar Bahnen durch die Donau.
Und seine Reise macht Emil längst zu einer kleinen Berühmtheit. Auf Facebook, Instagram und TikTok kursieren unzählige Clips, die seine Schritte dokumentieren. Feuerwehr und Polizei veröffentlichen regelmäßig Updates, und lokale Medien berichten über jede neue Sichtung.
Bitte Abstand halten! Die Polizei warnt eindringlich
Der Elch wird dabei fast wie ein Popstar gefeiert. Schaulustige lassen sich mit ihm ablichten, Kinder jubeln über den „Exoten“ vor der Haustüre. Doch die Polizei warnt eindringlich: Nicht verfolgen, weder zu Fuß noch mit dem Auto. Emil ist ein Wildtier, und Stress kann für ihn lebensgefährlich sein – für Menschen zudem riskant.
Christoph Metzker, Landesjägermeister im Niederösterreichischen Jagdverband, erklärt der österreichischen Zeitung Heute: „Der Elch ist ein Wildtier und sollte daher nicht unter Druck gesetzt werden – vor allem jetzt in der Brunftzeit ist der Testosteronspiegel hoch.“ Emil suche eine Elchdame, doch Niederösterreich ist da leider kein gutes Datingrevier. Die Region bietet zudem weder Ruhe noch optimale Nahrung.

