Mitten auf der griechischen Insel Kreta, im kleinen Dorf Ano Vouves, steht ein lebendiges Stück Geschichte: der Olivenbaum von Vouves. Expert*innen schätzen sein Alter auf mindestens 2.000 Jahre – möglicherweise sind es aber auch 3.000 bis 5.000 Jahre. Damit zählt er zu den ältesten Bäumen der Welt. wmn hat die wichtigsten Fakten über den Baum zusammengestellt.
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In Griechenland: Ein Baum, der nach 2000 Jahren noch Früchte trägt
Ein genaues Alter lässt sich nicht bestimmen, ohne den Baum zu fällen, doch Archäolog*innen stützen ihre Schätzungen auf Funde aus der Umgebung: 2 Gräber aus der geometrischen Periode (900–700 v. Chr.) wurden nahe des Baumes entdeckt, was seine immense historische Bedeutung unterstreicht. Und es gibt noch eine Besonderheit:

Trotz seines hohen Alters trägt der Olivenbaum bis heute Früchte. Die kleinen, grünen Oliven sind Teil des lokalen Kulturerbes und zeugen davon, wie eng die Frucht mit der Kultur und Identität Griechenlands verbunden ist.
Ein Museum direkt neben dem Baum widmet sich der Tradition des Olivenanbaus auf Kreta und in der gesamten Mittelmeerregion. Besucher*innen können hier nicht nur den Baum bestaunen, sondern auch die jahrtausendealte Bedeutung der Olive für Ernährung, Kultur und Religion erleben.
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Die Olive: Symbol der Kultur und Geschichte
Die Geschichte des Olivenbaums ist eng mit der griechischen Zivilisation verbunden. Schon in der Jungsteinzeit wurde Olivenöl genutzt, und historische Quellen, beispielsweise von Herodot, Plinius der Ältere sowie biblische Texte, berichten über die Bedeutung der Olive.

Selbst die Stadt Athen erhielt ihren Namen laut antiken Historiker*innen als Geschenk an die Göttin Athene, in der Hoffnung auf reiche Olivenernten. Praktisch jedes traditionelle griechische Gericht basiert bis heute auf Olivenöl – ein Symbol dafür, wie sehr diese Frucht mit der griechischen Identität verwoben ist.
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Der Olivenbaum hat schon einiges miterlebt
Mit einem Stammdurchmesser von etwa 4,5 Metern hat der Baum unzählige historische Ereignisse miterlebt: Er war bereits da, als Christus und Mohammed lebten, als die Pest durch Europa zog, als Beethoven seine 5. Symphonie komponierte – und er steht noch immer. 2008 nutzte man Zweige dieses Baumes, um die Lorbeerkränze für die Olympischen Spiele in Peking herzustellen, ein Beweis für seine besondere Stellung in Griechenland.

