Geschichtsträchtige Bauten faszinieren uns seit jeher: Ob Höhlenwohnungen, jahrhundertealte Holzhäuser oder die ältesten Wolkenkratzer der Welt – manche Gebäude stehen seit Jahrhunderten an ihrem Platz und werden bis heute bewohnt. wmn stellt fünf der ältesten noch bewohnten Häuser und Siedlungen der Welt vor. Spoiler: Einige befinden sich in spannenden Reisezielen.
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Reiseziele: Die 5 ältesten, noch bewohnten Gebäude der Welt
1. King’s Farm auf den Färöer-Inseln
Die Färöer sind eine autonome Inselgruppe unter der dänischen Krone und bestehen aus 18 vulkanischen Felseninseln im Nordatlantik, zwischen Island und Norwegen. Die Inseln sind durch Straßentunnel, Fähren, Dämme und Brücken miteinander verbunden.
Im Herzen der Inseln liegt der kleine Ort Kirkjubøur. Heute ist er nicht nur für seine malerische Landschaft bekannt, sondern auch für eines der ältesten noch bewohnten Gebäude der Welt: die sogenannte King’s Farm. Das beeindruckende Holzhaus mit grasbewachsenem Dach und roten Fenstern stammt aus dem 11. Jahrhundert und gilt als eines der ältesten bewohnten Holzhäuser weltweit. Seit 17 Generationen lebt dieselbe Familie dort.
Interessierte Besucher*innen können das Hausmuseum besichtigen und mehr über die Wikingervergangenheit der Region erfahren.
2. Haus Korbisch, Deutschland
In Treis-Karden an der Mosel befindet sich mit dem Haus Korbisch das älteste dauerhaft bewohnte Privatgebäude Deutschlands. Es liegt direkt an der Bahnlinie Trier–Koblenz. Während der untere Gebäudeteil vermutlich aus dem 10. Jahrhundert stammt, verlieh eine Erweiterung im 12. Jahrhundert dem Haus seine heutige Form und seinen charakteristischen Stil.
Bis heute ist das spätromanische Bauwerk weitgehend im Originalzustand erhalten. Dank seiner massiven Bauweise und der ununterbrochenen Nutzung als Wohnhaus stellt es ein einzigartiges Zeugnis historischer Architektur dar.

3. Felsendorf Kandovan, Iran
Im iranischen Ost-Aserbaidschan liegt das Dorf Kandovan mit seinen einzigartigen Höhlenwohnungen, den sogenannten Karaans, die vor rund 700 Jahren in weiches Vulkangestein gehauen wurden. Teilweise vierstöckig, sind sie heute noch bewohnt.
Die Häuser schützen optimal vor extremen Wetterbedingungen: Das Erdgeschoss dient traditionell als Stall, die mittleren Etagen als Wohnraum und das oberste Stockwerk als Lager. Bekannt ist Kandovan auch für sein heilendes Quellwasser und ein 2006 eröffnetes Höhlenhotel zieht jährlich zahlreiche Besucher*innen an.

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4. Die Höhlenhäuser von Sassi, Italien
Matera in Italien ist bekannt für seine Sassi-Höhlenhäuser, die seit Jahrtausenden in weichen Sand- und Tuffstein gehauen werden. Bis in die 1950er-Jahre lebten hier rund 20.000 Menschen unter sehr einfachen Bedingungen, bis der Staat eine Zwangsumsiedlung durchführte.
Heute zählen die Sassi-Häuser zum UNESCO-Weltkulturerbe. Viele restaurierte Höhlen dienen als Museen, Hotels oder Ateliers und ziehen Besucher*innen sowie Künstler*innen aus aller Welt an.

5. Jemen: Die ältesten Wolkenkratzer der Welt
Die Altstadt von Sanaa, der Hauptstadt des Jemen, gehört mit über 2500 Jahren zu den ältesten dauerhaft bewohnten Städten der Welt. Besonders auffällig sind die bis zu neun Stockwerke hohen Turmhäuser aus Stampflehm, die mit kunstvollen Fliesen und farbigen Glasfenstern geschmückt sind.
Diese außergewöhnlichen Bauwerke, oft als die ältesten Wolkenkratzer der Welt bezeichnet, prägen das Stadtbild und spiegeln die jahrhundertealte Tradition islamischer Architektur wider.

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