Viele kennen den Klassiker: Oma hat irgendwo im Keller noch altes Porzellan oder Figuren stehen – und man überlegt, ob man es entsorgt oder verkauft. Bei KPM-Porzellan lohnt sich der Blick auf die Unterseite: Erkennst du dort ein kleines kobaltblaues Zepter, könnte sich hinter dem Stück ein echtes Sammlerstück verbergen.
Lesetipp: Nicht wegschmeißen! Das Porzellan deiner Oma hat dieses kleine Symbol? Dann ist es ein Vermögen wert
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Was ist KPM-Porzellan?
Die Königliche Porzellan-Manufaktur Berlin (KPM) ist eine der traditionsreichsten Porzellanmanufakturen Europas. Sie wurde 1763 von Preußenkönig Friedrich dem Großen gegründet und produziert bis heute hochwertiges Porzellan, das für seine Qualität, Handarbeit und zeitlose Eleganz bekannt ist.
Anders als einfache Massenware wurde KPM-Porzellan traditionell vollständig von Hand gefertigt und bemalt – deswegen ist es besonders bei Sammler*innen beliebt!

Woran erkennst du echtes KPM-Porzellan?
Der wichtigste Hinweis auf ein originales Stück deiner Oma ist die Marke auf der Unterseite:
- Das kobaltblaue Zepter ist das klassische Markenzeichen der Königlichen Porzellan-Manufaktur Berlin und seit 1763 das Symbol für authentisches KPM-Porzellan.
- Ergänzend können Farbstempel oder handgemalte Signaturen auf Dekor und Maler*innen hinweisen. Diese zusätzlichen Zeichen stehen für aufwendige Malerei und Qualität.
- Wichtig: Nicht jedes „KPM“-Zeichen ist gleich teuer – historische Stücke und originale Manufakturmarken sind deutlich wertvoller als spätere, moderne oder Nachahmungen.

Warum kann KPM wirklich ein Vermögen wert sein
KPM-Porzellan steht für poetische Handarbeit und königliche Geschichte. Schon im 18. Jahrhundert produzierte die Manufaktur aufwendige Tafelserien, Figuren und kunstvolle Dekore, die als Gastgeschenke an europäische Fürstenhöfe gingen. Es waren echte Prestigeobjekte mit Sammlerqualität.
Alte Sets oder Unikate aus dem 19. oder frühen 20. Jahrhundert, insbesondere handbemalte Service, Figuren oder seltene Dekorationen, erzielen heute deutliche Preise auf Auktionen und im Antiquitätenhandel. Auf Plattformen wie eBay haben gut erhaltene KPM-Stücke bereits Verkäufe im dreistelligen bis teilweise vierstelligen Bereich erzielt, je nach Alter, Motiv und Zustand.

Tipps zur Wertbestimmung deines Fundes
Wenn du bei deiner Oma KPM-Porzellan findest, gehe so vor:
1. Marke genau bestimmen: Notiere Form, Farbe und begleitende Zeichen des Zepters sowie eventuelle Farbstempel.
2. Zustand prüfen: Intakte Kanten, unbeschädigte Glasur und originaler Dekor steigern den Wert enorm.
3. Alter schätzen: Je älter und je weniger repariert, desto höher die Chance auf ein Sammlerstück.
4. Expertenrat einholen: Antikhändler*innen oder spezialisierte Porzellan-Expert*innen können anhand der Marke, des Dekors und der Historie eine realistische Wertschätzung abgeben.

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Ein genauer Blick kann sich lohnen
Omas Porzellan mit dem kobaltblauen Zepter der Königlichen Porzellan-Manufaktur Berlin ist mehr als nur altes Geschirr: Es kann ein Stück historische Handwerkskunst mit Sammlerwert sein. Wenn du dieses kleine Symbol findest, lohnt es sich, das Stück nicht einfach wegzuwerfen, sondern genauer zu prüfen.

