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Polizei warnt: Immer mehr Einbrecher nutzen den „Münzen-Trick“

Die Polizei warnt vor dem sogenannten Münzen-Trick. Was sich dahinter verbirgt und wie du dich schützen kannst, erfährst du hier.

Polizei warnt: Immer mehr Einbrecher nutzen den
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Diese 5 Sicherheitsmaßnahmen schützen dich vor einem Einbruch in deinem Hotelzimmer.

In der dunklen Jahreszeit wächst bei vielen die Sorge vor Einbrüchen – verständlich, denn die Täter und Täterinnen werden zunehmend einfallsreicher. Sei es durch Markierungen an den Briefkästen, Klebestreifen an den Türen oder Keksen unter der Fußmatte: Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Aktuell wird immer häufiger von dem sogenannten Münzen-Trick gesprochen. Wir erklären, was es damit auf sich hat und wie du dich schützen kannst.

Lesetipp: Polizei warnt: Immer mehr Einbrecher nutzen italienische „Keks-Masche“

Einbrecher nutzen verschiedene Maschen zum ausspionieren

Unauffällige Symbole an Türen oder kleine Markierungen an Briefkästen scheinen auf den ersten Blick belanglos zu sein. Für Einbrecher*innen können sie jedoch wertvolle Hinweise liefern. Das Ziel ist dabei immer dasselbe: Die Täter und Täterinnen prüfen, ob die Zeichen entfernt werden. Bleiben sie über längere Zeit bestehen, deutet das darauf hin, dass die Bewohner*innen abwesend sind, beispielsweise wegen eines Urlaubs, und das Objekt somit ein leichteres Ziel sein könnte.

Du bist dir unsicher, ob es sich um Gaunerzinken handelt? Wende dich an die Polizei und eine seriöse Sicherheitsfirma.
Du hast eine ungewöhnliche Markierung entdeckt? Wende dich an die Polizei und eine seriöse Sicherheitsfirma. Credit: Baronozdemir/GettyImages

Der neue Trick: Münzen am Briefkasten

In Österreich berichtete bereits die Kronen Zeitung über den neuen Münzen-Trick, ebenso das Schweizer News-Portal Blick – und auch in deutschen Medien wurde die Masche schon thematisisert. Kein Wunder, denn diese neue Variante gilt als besonders raffiniert:

Einbrecher und Einbrecherinnen platzieren die Münzen entweder auf den Briefkasten oder in einem Spalt unter dem Deckel. Fehlt die Münze kurze Zeit später, wissen die Täter*innen dass jemand vor Ort ist. Bleibt sie jedoch liegen, werten sie das Haus als potenzielles Einbruchsobjekt. Der Trick ist besonders effektiv da fast jeder täglich die Post leert – und kaum jemand ein Geldstück liegen lässt.

Sicherheitsexperte Michael Bübl berichtet gegenüber wmn von Fällen in seiner Heimat, dem niederösterreichischen Ernstbrunn im Bezirk Korneuburg. Dort wurden Geldmünzen gezielt auf und in Spalten des Briefkastens platziert – so auch bei ihm selbst. 50 Cent fand der Schlossermeister unter dem Deckel seines Postkastens.

Die Münzen liegen auf dem Briefkasten oder in einem Spalt.
Die Münzen liegen auf dem Briefkasten oder in einem Spalt. Credit: Felix Geringswald/GettyImages

Wichtig zu wissen: Auch Mehrfamilienhäuser sind davon nicht ausgenommen. Auf Reddit berichten Betroffene, dass sie immer wieder Münzen in ihren Briefkastenschlitzen vorfinden.

Doch wozu dienen diese Markierungen?

Sie erlauben Einbrecher*innen, ihre Auswahl sorgfältig zu treffen. Erst Tage oder sogar Wochen später schlägt eine andere Gruppe zu. Wer aufmerksam ist und ungewöhnliche Gegenstände rund um Haustür oder Briefkasten ernst nimmt, kann so Einbrüche verhindern, bevor sie überhaupt passieren.

Lesetipp: Zu dieser Uhrzeit schlagen Einbrecher am häufigsten zu – und so bist du optimal abgesichert!

Zeichen entdeckt? Das solltest du jetzt tun

Polizei und Versicherungen raten:

  1. Ein Foto machen, bevor du die Markierungen beseitigst.
  2. Die Polizei informieren und Fundort sowie Zeitpunkt angeben.
  3. Nachbarn warnen und in den nächsten Tagen besonders wachsam bleiben.

Die Polizei empfiehlt zudem mechanische Sicherungen an Türen und Fenstern und – je nach Wohnsituation – Alarmanlagen oder moderne Funk-Systeme, die sich oft einfach nachrüsten lassen und bereits auf dem Grundstück Alarm auslösen können.

Neben Terrassentüren sind Fenster die Haupteinstiegsquelle bei Einbrüchen. Mit einfachen Sicherheitsmaßnahmen lässt sich dem jedoch vorbeugen.
Neben Terrassentüren sind Fenster die Haupteinstiegsquelle bei Einbrüchen. Mit einfachen Sicherheitsmaßnahmen lässt sich dem jedoch vorbeugen. Credit: IMAGO / Jochen Tack

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Warnsignale ernst nehmen, aber nicht verrückt machen

Nicht jede Markierung weist auf einen geplanten Einbruch hin und nicht jedes Zeichen ist ein Gaunerzinken– manchmal handelt es sich einfach um einen harmlosen Kinderstreich. Dennoch gilt: Wer aufmerksam ist und ungewöhnliche Hinweise ernst nimmt, kann den Täter*innen einen Schritt voraus sein und sein Zuhause schützen.

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