Jeden Morgen um acht Uhr fährst du zur Arbeit. Du bist etwa zehn Stunden weg, kommst gegen 18 Uhr wieder nach Hause – und das fünf Tage die Woche. Einbrecher kennen die Gewohnheiten und Routinen ihrer potentiellen Opfer bis ins kleinste Detail. Mit einer Sache rechnen sie jedoch nicht – und die kannst du dir gewieft zu Nutze machen, um dein Zuhause vor einem Einbruch zu schützen.
Lesetipp: Laut Einbrechern: Wessen Wohnung so aussieht, wird häufiger bestohlen
Einbrecher beobachten dich 24/7
Sie sehen alles! Viele Einbrecher suchen gezielt nach Menschen, die oft unterwegs sind und deren Häuser oder Wohnungen demnach häufig leer sind. Dafür beobachten sie nicht nur die Türen und Fenster oder schauen, ob das Licht brennt – sie gehen noch skrupelloser vor.
Sie spähen deinen Alltag aus und analysieren auch deine Gewohnheiten, erklärt die Sicherheitstechnik Siego. Wann verlässt du morgens das Haus, wann kommst du zurück? Wie lange fährst du mit dem Auto weg? Schon ein kurzer Tag Observation kann den Einbrechern reichen, um zu erkennen, wann sie zuschlagen können.
Gewusst: Zu dieser Uhrzeit schlagen Einbrecher am häufigsten zu

Entscheidung fällt innerhalb 30 Sekunden
Allerdings zeichnen Befragungen von inhaftierten Tätern ein anderes Bild: Nur ein kleiner Teil der Einbrecher plant ihre Aktion ausführlich. Laut einer US‑Studie gaben rund ein Drittel an, die Tat innerhalb eines Tages vorzubereiten – nur ein sehr kleiner Teil plante mehrere Tage im Voraus.
Laut Forschung passieren die meisten Einbrüche demnach ohne Vorplanung. Gelegenheits‑Einbrecher entscheiden oft sehr schnell, ob ein Objekt geeignet ist oder nicht – innerhalb von etwa 30 Sekunden. Das liegt daran, dass ein Großteil der Wohnungseinbrüche aus dem Affekt oder aus spontanen Chancen heraus erfolgt. Einmal klingeln, kurz lauschen – wenn keiner da ist, wird losgelegt.
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Einbrecher austricksen: 4 clevere Tipps
Egal, ob spontan oder geplant – unser Ziel ist es, den Einbrechern gar nicht erst die Chance zu geben, bei uns einzusteigen. Du kannst dich am besten schützen, indem du dein Zuhause von Anfang an unattraktiv für Einbrecher machst. Zum Beispiel mit einem Schutz-Riegel vor dem Fenster oder indem du kein Bargeld versteckst. Hast du das Gefühl zur Zielscheibe geworden zu sein, stifte bei den Einrechern Verwirrung, indem du:
- Deine täglichen Abläufe variierst
- Achte darauf, was du bei Social-Media postest (keine Urlaubsbilder, Treffen, etc.)
- Täusche deine Anwesenheit vor durch Licht oder Fernsehen
- Setze auf technische und nachbarschaftliche Sicherheit
Mit diesen einfachen, aber wirkungsvollen Strategien reduzierst du das Risiko, dass Einbrecher deinen Alltag ausspähen und dein Zuhause ins Visier nehmen.
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