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Ghost Growth: Dieser Gehaltstrick sorgt bei Beschäftigten für Ärger

Hast du schon mal etwas von dem Phänomen Ghost Growth gehört? Was sich dahinter verbirgt und warum er bei vielen für Unmut sorgt, liest du hier.

Eine Frau hält sich ein Buch vor das Gesicht.
© Getty Images/Svetlana Kurilovich

Über Gehalt sprechen: Ist das erlaubt?

In vielen Arbeitsverträgen gibt es eine Klausel, die den Arbeitnehmern verbietet, über das Gehalt zu sprechen. Aber ist das überhaupt rechtens? Wir klären auf!

Es klingt wie ein Karriereschub – doch am Ende ist es oft nur ein Luftzug: Immer mehr Beschäftigte berichten von einem Phänomen, das sich „Ghost Growth“ nennt. Dahinter steckt ein Trick, der nach Aufstieg aussieht, in Wahrheit aber kaum etwas verändert – und vor allem eines hinterlässt: Unmut.

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Ghost Growth: ein Aufstieg ohne Aufstieg

Bei Ghost Growth bekommt man plötzlich einen neuen Titel, zusätzliche Verantwortung oder sogar eine offiziell „höhere“ Position. Auf dem Papier sieht das nach Entwicklung aus. Im Alltag bedeutet es vor allem: mehr Arbeit. Was allerdings ausbleibt, ist das, worauf die meisten bei einer Beförderung hoffen – ein höheres Gehalt, wie Forbes berichtet.

Der Effekt: Beschäftigte fühlen sich ausgenutzt. Sie leisten mehr, übernehmen anspruchsvollere Aufgaben, doch ihre Bezahlung bleibt auf dem gleichen Level stehen. Für viele wirkt das, als sei die Karriere nur simuliert und das sorgt verständlicherweise für Ärger.

Warum Unternehmen Ghost Growth einsetzen

Dass Firmen solche „Beförderungen ohne Benefits“ vergeben, hat oft handfeste Gründe:

  • Kostendruck: Titel zu vergeben ist kostenlos – echte Gehaltsentwicklung nicht.
  • Retention-Taktik: Ein neues Label hält manche Beschäftigte vorerst ruhig.
  • Optik: Das Unternehmen kann nach innen und außen mit Förderung und Entwicklung werben, ohne das Budget zu belasten.
  • Kurzfristig funktioniert das. Langfristig schadet es der Motivation und der Glaubwürdigkeit.

Was die Schein-Beförderung bei Beschäftigten auslöst

Ghost Growth bleibt nicht folgenlos. Viele Beschäftigte berichten von wachsender Gereiztheit, sinkender Motivation und dem Gefühl, ausgenutzt zu werden. Einige beginnen, innerlich zu kündigen – andere schlagen den realen Weg heraus: Sie suchen sich einen neuen Job, der die versprochene Anerkennung wirklich bietet, wie Forbes berichtet.

Zwei Frauen unterhalten sich im Büro.
Ghost Growth führt oft zu Frust, sinkender Motivation und Jobwechsel. Credit: Getty Images/Fiordaliso

So wehrt man sich gegen Ghost Growth

Sich gegen Ghost Growth zu wehren, beginnt laut Forbes damit, die eigene Leistung klar sichtbar zu machen. Wer dokumentiert, welche zusätzlichen Aufgaben er übernimmt, welche Verantwortung dazugekommen ist und welche Erfolge damit verbunden sind, schafft eine Grundlage, die im Gespräch mit der Führungskraft kaum zu ignorieren ist. Genau dieses Gespräch ist der nächste wichtige Schritt: offen anzusprechen, dass ein neuer Titel ohne entsprechende Anpassung der Konditionen keine echte Weiterentwicklung darstellt. 

Dabei hilft es, Erwartungen präzise zu formulieren – etwa wann eine Gehaltserhöhung erfolgen sollte oder welche Kriterien dafür erfüllt sein müssen. Parallel lohnt es sich Forbes zufolge, den eigenen Marktwert zu stärken: Weiterbildungen, Schulungen oder neue Projekte erhöhen nicht nur die eigenen Fähigkeiten, sondern verschieben auch die Verhandlungsposition zugunsten der Beschäftigten. Und wenn sich trotz aller Bemühungen nichts verändert, kann ein Wechsel durchaus die sinnvollste Option sein. Denn manchmal zeigt erst der Blick nach außen, welche Anerkennung und Wertschätzung man tatsächlich verdient.

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Am Ende zählt echte Wertschätzung

Ghost Growth zeigt, wie schnell „Karriere“ zu einem Marketingwort werden kann. Doch Beschäftigte wissen sehr genau, was echte Weiterentwicklung bedeutet: Verantwortung, Anerkennung – und ein Gehalt, das zur Leistung passt. Unternehmen sollten das nicht unterschätzen, denn Ghost Growth spart kurzfristig Geld, kostet langfristig aber Vertrauen und Talente.

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