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Steuerbescheid prüfen: Das sind die häufigsten Fehler des Finanzamts

Viele Bescheide enthalten Fehler des Finanzamts – das sind die bekanntesten und so sicherst du dir eine höhere Rückzahlung.

Steuerbescheid prüfen lohnt sich! Viele Bescheide enthalten Fehler des Finanzamts – mit Einspruch oder Änderungsantrag sicherst du dir oft eine höhere Rückzahlung oder vermeidest unnötige Nachzahlungen.
© imago images/Andreas Gora

Diese Fehler solltest du bei der Steuererklärung nicht machen

Die Steuererklärung richtig zu machen, ist gar nicht so einfach. Wir zeigen dir, mit welchen Tipps und Tricks du richtig Geld sparen kannst. Dieses Video wurde mit der Hilfe von KI erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.

Viele Steuerbescheide sind fehlerhaft – ca. jeder dritte Steuerbescheid weißt Fehler auf, die sich zu deinem Ungunsten auswirken können. Deshalb lohnt sich die Prüfung – besonders, wenn du Rückzahlung erwartest oder ungewöhnlich hohe Nachzahlungen drohen.

Lesetipp: Steuerbescheid verloren? Diese Möglichkeit hast du jetzt

Häufige Fehlerquellen im Steuerbescheid

  • Formale Fehler: Zahlendreher, Rechenfehler, falsche persönliche Daten oder Bankverbindung
  • Inhaltliche Abweichungen: Einkünfte, Werbungskosten, Sonderausgaben oder Pauschbeträge wurden nicht übernommen? Dann solltest du auf Korrekturen drängen.
  • Unklarheiten in Erläuterungen: Manchmal lassen Steuerbescheide Positionen ohne nachvollziehbare Begründung weg – ein Fall für den Einspruch!

Steuerbescheid fehlerhaft – deine Prüf-Checkliste

  1. Persönliche Daten kontrollieren – alles korrekt? Name, Adresse, Kontodaten geprüft?
  2. Abgleich mit deiner Steuererklärung – wurde vom Finanzamt alles übernommen? Wenn nicht, wieso?
  3. Taschenrechner zücken – stimmen Summen & Berechnungen?
  4. Erläuterungen lesen – verstehst du alle Positionen? Beachte die Rechtsbehelfsbelehrung beachten!

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Einspruch oder Änderungsantrag – was passt wann?

  • Einspruch: Dieser ist sinnvoll bei umfangreichen oder inhaltlichen Fehler. Wenn Fehler auffallen, sollte der Einspruch innerhalb eines Monats nach Erhalt des Steuerbescheids beim Finanzamt eingehen. Das kann schriftlich oder online über das ELSTER-Portal erfolgen. Ein Widerspruch stoppt die Wirksamkeit des Bescheids, bis das Finanzamt die Einwände geprüft hat. Wie du Einspruch gegen deinen Steuerbescheid einlegst, liest du hier.
  • Änderungsantrag: Dieser ist das Mittel der Wahl bei kleinen, klar definierten Fehlern (z. B. Zahlendrehern, fehlenden Belegen).

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Was passiert, wenn du gar nichts machst?

Ein Bescheid wird nach Frist ohne Einspruch rechtskräftig – selbst wenn er fehlerhaft ist. Danach kann er nur unter bestimmten Bedingungen geändert werden (z. B. bei Datenfehlern durch Dritte).

Fazit: Steuerbescheid prüfen lohnt sich immer!

Ein genauer Blick auf den Steuerbescheid kann sich finanziell lohnen. Nutze die fristgerechten Möglichkeiten zum Einspruch oder Änderungsantrag, wenn etwas nicht stimmt. Du verhinderst Nachzahlung und holst dir oft mehr Rückzahlung.

Quellen: Finanztip, Taxfix, BMS Rechtsanwälte, Lohnsteuer kompakt, steuern.de, accountable.de

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