Ein plötzlicher Jobverlust, eine unerwartete Autoreparatur oder eine dringend notwendige Anschaffung – finanzielle Rücklagen sind der wichtigste Schutz vor unvorhergesehenen Ausgaben. Doch viele Menschen in Deutschland verfügen nicht einmal über einen kleinen Notgroschen, wie eine aktuelle Umfrage nun zeigt.
Leseempfehlung: Notgroschen: So viel Geld solltest du wirklich für Krisen zurücklegen
Notgroschen: Fast jede*r zweite Deutsche hat weniger als 2.000 für Notfälle
Unerwartete Ausgaben wie eine defekte Waschmaschine oder eine größere Autoreparatur können das Haushaltsbudget erheblich belasten. Ein Notgroschen auf einem Tagesgeldkonto schafft in solchen Situationen finanzielle Sicherheit – soweit die Theorie. Doch die Realität sieht oftmals anders aus. Denn laut dem aktuellen Liquiditätsbarometer der TeamBank sind viele Deutsche nicht ausreichend abgesichert.
So hat fast die Hälfte weniger als 2.000 Euro für Notfälle zurückgelegt, jeder Fünfte sogar weniger als 500 Euro. Rund 6 Prozent besitzen keinerlei Ersparnisse. Immerhin: Rund 27 Prozent der Befragten sind deutlich besser aufgestellt und können im Ernstfall auf 5.000 Euro oder mehr zurückgreifen.
Reparaturen auf Pump: So greifen Deutsche zu Krediten und Rechnungskauf
Streikt die Waschmaschine oder das Auto, bleibt vielen nur die Hoffnung auf günstige Kosten oder Schulden aufzunehmen. Tatsächlich haben 78 Prozent der Deutschen schon auf eine Finanzierungsform zurückgegriffen, besonders beliebt ist der Rechnungskauf, den fast jeder Zweite nutzt. Auch Ratenkredite und klassische Darlehen liegen stark im Trend. Vor diesem Hintergrund verschärfen Banken zunehmend ihre Kreditvergaberegeln.
Du magst unsere Themen? Dann lies uns auch bei Google News.
Dennoch zeigt sich das Liquiditätsbarometer eines: Immer mehr Menschen gehen heute verantwortungsbewusst mit Krediten um. 63 Prozent nutzen Finanzierungen nur in Ausnahmefällen, während 47 Prozent erst zugreifen, wenn sie sich der Rückzahlung sicher sind.
