„Warum haben Sie sich bei uns beworben?“ und „was sind Ihre Stärken und Schwächen?“ sind Fragen, die man aus jedem Bewerbungsgespräch kennt – zumindest in der Theorie. In der Realität versuchen Personaler*innen, die Bewerber*innen oftmals mit fiesen Fragen aus der Reserve zu locken. Welche gemeinen Fragen erfolgreiche Führungskräfte gerne im Bewerbungsgespräch stellen und was sie damit bezwecken wollen, verraten wir dir in diesem Artikel.
Alles zum Thema „gemeinen Fragen im Bewerbungsgespräch“
Auf die 5 Fragen im Bewerbungsgespräch solltest du aufpassen
Viele Personaler*innen und Führungskräfte gehen im Vorstellungsgespräch über die Standardfragen hinaus und fragen ihre Bewerber*innen nach besonders spezifischen Situationen und Erfahrungen, um diese zu testen. Welche gemeinen Fragen fünf Führungskräfte erfolgreicher Unternehmen stellen, liest du hier:
1. Erste Verdienste
Corinne Sklar ist Vizepräsidentin und Geschäftsführerin von IBM für Salesforce. Business Insider zufolge stellt sie ihren Bewerber*innen bereits seit 20 Jahren immer dieselbe Frage. Diese lautet: „Wie haben Sie zum ersten Mal Geld verdient?“
Ziel dieser Fragestellung ist es, herauszufinden, wie selbstständig die Bewerber*innen handeln, ob sie Eigeninitiative zeigen und in der Lage sind, unternehmerisch zu denken.
2. Frage nach früheren Mitarbeitern
Donna Morris ist CPO bei Walmart. In ihren Vorstellungsgesprächen fragt sie die Bewerber*innen gerne nach früheren Mitarbeiter*innen. Dabei geht es ihr jedoch nicht um die Mitarbeitenden selbst, sondern vielmehr darüber, was diese über den oder die Bewerber*in erzählen würden.
Da Morris primär Bewerbungsgespräche für Führungspositionen führt, gelingt es ihr somit, herauszufinden, ob die Bewerber*in teamfähig ist und wie sie sich selbst wahrnimmt. Wenn sie die Aussage prüfen möchte, könnte sie tatsächlich frühere Mitarbeitende kontaktieren.

3. Selbstreflexion
Amy Cappellanti-Wolf ist CPO der Personalplattform Dayforce. Sie möchte zwar auch die Schwächen ihrer Bewerber*innen herausfinden, formuliert die Frage danach jedoch etwas geschickter. Sie fragt die Bewerbenden nämlich: „An welchem konstruktiven Feedback arbeiten Sie momentan?“
4. Mut und Risikobereitschaft
Die CPO des Kommunikationsunternehmens Cisco, Francine Katsoudas, teste, wie gut, ihrer Bewerber*innen die Erwartungen an die Position, auf die sie sich bewerben, verstanden haben. Dazu stellt sie folgende Frage: „Was ist Ihrer Meinung nach der wichtigste Teil dieser Position, basierend auf dem, was Sie bisher im Interview erfahren haben?“
5. Erwartungshaltung
Jennifer Van Buskirk arbeitet beim US-Telekommunikationskonzern AT&T. Ihr liegt viel daran, herauszufinden, ob ihre Mitarbeiter*innen mutig und gelichzeitig reflektiert sind. Daher fragt sie diese zunächst nach dem größten Risiko, welches sie jemals eingegangen sind und stellt anschließend die Frage, ob sie es nochmal machen würden oder was sie ändern würden.
Fazit: So bereitest du dich am besten vor
Zugegeben, solche Fragen sind eher unüblich und gehen weit über das Standardrepertoire der Fragen in Bewerbungsgesprächen hinaus. Nichtsdestotrotz kannst du dich wunderbar darauf vorbereiten, indem du dir im Voraus zu den Standardfarben eine Geschichte aus deinem Leben überlegst, die diese Eigenschaft belegt.

