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Mehr Rente & Bürgergeld: Das ist alles neu ab 1. Juli

Im Juli 2023 treten neue Gesetze rund um die Rente und das Bürgergeld in Kraft. Wer die Gewinner und Verlierer sind, erfährst du hier.

Mehr Rente und Bürgergeld am 1. Juli 2023: Immo-Tommy fasst die wichtigsten Änderungen zusammen
© imago images, Tommy Primorac [M]

7 Renten-Irrtümer, die du nicht glauben solltest

Und wieder hat der Staat einige neue Gesetze erlassen, was bedeutet, dass sich ab dem 1. Juli 2023 vieles für Millionen von Menschen in Deutschland zum Guten und zum Schlechten ändert. Welche Änderungen zum 1. Juli 2023 in Kraft treten, fasst Finanz-Experte Tommy Primorac alias „Immo Tommy“ in einem TikTok kurz und knapp zusammen. Weitere Details dazu erfährst du von uns.

Neue Gesetze vom Staat: Rentenerhöhung 2023 ab 1. Juli

Es wird mehr Geld für Rentner geben! Im Westen des Landes steigt das Geld um 4,39 Prozent und im Osten für Rentner um 5,86 Prozent. Eine genaue Auflistung, wie sich das bei deiner Rente bemerkbar macht, kannst du hier ablesen:

RentePlus für Rentner im WestenPlus für Rentner im Osten
500 Euro+ 17,50 Euro+ 21 Euro
600 Euro+ 21 Euro+ 25,20 Euro
700 Euro+ 24,50 Euro+ 29,40 Euro
800 Euro+ 28 Euro+ 33,60 Euro
900 Euro+ 31,50 Euro+ 37,80 Euro
1.000 Euro+ 35 Euro+ 42 Euro
1.100 Euro+ 38,50 Euro+ 46,20 Euro
1.200 Euro+ 42 Euro+ 50,40 Euro
1.300 Euro+ 45,50 Euro+ 54,60 Euro
1.400 Euro+ 49 Euro+ 58,80 Euro
1.500 Euro+ 52,50 Euro+ 63 Euro
1.600 Euro+ 56 Euro+ 67,20 Euro
1.700 Euro+ 59,50 Euro+ 71,40 Euro
1.800 Euro+ 63 Euro+ 75,60 Euro
1.900 Euro+ 66,50 Euro+ 79,80 Euro
2.000 Euro+ 70 Euro+ 84 Euro

Weitere Details dazu erfährst du hier.

Bürgergeld-Empfänger dürfen mehr hinzuverdienen

„Unter 25 Jahre werden Minijobs nicht mehr angerechnet. Aber auch die Älteren dürfen 30 Prozent zwischen Einkünften von 520 Euro und 1000 Euro monatlich behalten“, verrät Finanz-Experte Tommy in seinem aktuellen TikTok zu der News.

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat verkündet, dass es ab dem 1. Juli weitere Änderungen gibt, die insbesondere Erwerbstätige mit niedrigem Einkommen betreffen. Die Freibeträge werden erhöht. Personen, die monatlich zwischen 520 und 1000 Euro verdienen, dürfen zukünftig 30 Prozent ihres Einkommens behalten, anstatt wie bisher nur 20 Prozent. Das bedeutet, dass sie bis zu 48 Euro mehr zurücklegen können.

Auch für junge Menschen gibt es gute News: Sie können nun das Einkommen aus Schüler- und Studentenjobs sowie aus einer beruflichen Ausbildung und einem Freiwilligen Sozialen Jahr bis zur Grenze des Minijobs (aktuell 520 Euro) behalten. Diese Regelung gilt auch während einer dreimonatigen Übergangszeit zwischen Schule und Ausbildung. Das Einkommen aus Schülerjobs während der Ferien wird dabei vollständig außer Betracht gelassen. Zudem dürfen Ehrenamtliche jährlich bis zu 3000 Euro ihrer Aufwandsentschädigung behalten.

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150 Euro mehr pro Monat für Weiterbildungen

Ab Juli 2023 erhalten Bürgergeld-Empfänger, die an einer Weiterbildung teilnehmen, monatlich 150 Euro als Weiterbildungsgeld. Das gilt auch für Teilnehmer, die bereits vor dem 1. Juli 2023 mit ihrer Weiterbildung begonnen haben, so steht es auf der Website „www.buerger-geld.org“. Dieses Weiterbildungsgeld wird ausschließlich für berufsabschlussbezogene Weiterbildungen gezahlt. Eine berufliche Nachqualifizierung, bei der man einen Berufsabschluss nachträglich erwirbt und vorhandene Kompetenzen einbringt, zählt damit als abschlussbezogen. Das Beste daran ist, dass die 150 Euro zusätzlich zum Regelbedarf ausgezahlt werden und nicht angerechnet werden.


https://dev.wmn.de/stories/achtung-auf-diese-7-renten-irrtuemer-solltest-du-nicht-hereinfallen-id495158

Weniger Netto-Gehalt für Angestellte

Ab 1. Juli gibt es außerdem weniger Netto-Gehalt für viele Angestellte. „Zumindest für die Menschen, die keine 2 Kinder haben“, geht Tommy in seinem aktuellen TikTok zu der News ein. Wieso ist das so? Der Beitrag zur Pflegeversicherung steigt, um 0,35 Prozent. Und auch der Zuschlag für Kinderlose über 23 Jahre wird um 0,35 Prozent angehoben.

Diese Beiträge sollen Arbeitnehmende ab dem 1. Juli 2023 zahlen müssen:

  • ohne Kinder: 4 % (Anteil des Arbeitnehmers: 2,3 %)
  • mit 1 Kind: 3,4 % (Anteil des Arbeitnehmers: 1,7 %)
  • mit 2 Kindern: 3,15 % (Anteil des Arbeitnehmers: 1,45 %)
  • mit 3 Kindern: 2,9 % (Anteil des Arbeitnehmers: 1,2 %)
  • mit 4 Kindern: 2,65 % (Anteil des Arbeitnehmers: 0,95 %)
  • mit 5 oder mehr Kindern: 2,4 % (Anteil des Arbeitnehmers: 0,7 %)

Warum deshalb Millionen Deutsche ab Juli deutlich ein geringeres Gehalt bekommen, erfährtst du hier noch einmal im Detail hier.



Mehr Rente und Bürgergeld am 1. Juli 2023: Immo-Tommy fasst die wichtigsten Änderungen zusammen
Mehr Rente und Bürgergeld am 1. Juli 2023: Immo-Tommy fasst die wichtigsten Änderungen zusammen Foto: IMAGO/Lobeca

Weitere Änderungen 1. Juli 2023: Maestro-EC-Karte wird abgeschafft

Die Maestro EC-Karten werden abgeschafft. Volksbanken und Sparkassen tauschen 460 Millionen Bankkarten aus, da das Zahlungssystem in Europa nicht mehr angeboten wird. Die Verbraucherzentrale informiert auf ihrer Website, dass nach 30 Jahren die Maestro-Funktion für Girokarten eingestellt wird. Bereits ausgegebene Karten mit Maestro-Funktion bleiben jedoch bis zum Ablaufdatum gültig. Laut Mastercard ist die Funktion nicht ausreichend für den Online-Handel geeignet und daher nicht mehr zeitgemäß.


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