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200 Jahre alte Taverne: In dieser Schweizer Bar gibt es ein kurioses Trinkritual!

Du planst einen Urlaub in der Schweiz? Dann solltest du dieser Bar einen Besuch abstatten. Doch aufgepasst: Es gibt ein kurioses Ritual!

© IMAGO/imagebroke/GettyImages

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Mitten in der Zürcher Altstadt, wo enge Gassen und historische Gebäude das Bild prägen, verbirgt sich eine der ungewöhnlichsten Bars der Schweiz: das Oepfelchammer. Auf den ersten Blick wirkt die über 200 Jahre alte Taverne wie ein traditionelles Wirtshaus – mit dunklem Holz, alten Tafeln und gemütlicher Atmosphäre. Doch wer hier einkehrt, kann weit mehr erleben als ein Glas Wein und Schweizer Spezialitäten.

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In der Schweiz: Eine Bar mit einem besonderen Trinkritual

Das Gebäude, das heute das Oepfelchammer beherbergt, wurde vor über 650 Jahren als Adelsresidenz errichtet und diente später einem Kloster als Apfellager – daher der Name. Im 17. Jahrhundert zog eine Bäckerei ein, und 1801 erhielt der damalige Bäcker die Erlaubnis, Wein auszuschenken. Seither hat sich das Lokal zu einer echten Zürcher Institution entwickelt, die Tradition und Kuriosität vereint.

Die Oepfelchammer in Zürich wurde nach Modernisierungen erneut eröffnet – das Trinkritual ist jedoch geblieben.
Die Oepfelchammer in Zürich wurde nach Modernisierungen erneut eröffnet – das Trinkritual ist jedoch geblieben. Credit: IMAGO/VWPics

Heute ist das Oepfelchammer vor allem wegen seines einmaligen Trinkrituals bekannt: der sogenannten Balkenprobe. Dabei müssen sich mutige Gäste an einem Deckenbalken empor hangeln, zum Dachsparren kriechen und sich kopfüber hängen lassen. In dieser Position serviert ein*e Kellner*in ein Glas Weißwein – das dann, ohne zu kleckern, vollständig geleert werden muss.

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Ruhm, Ehre – und ein möglicher Kater

Wer es schafft, wird mit einer besonderen Ehre belohnt: Sein Name wird in die Sammlung der Schnitzereien an der Wand eingraviert. Misslingt der Versuch, gibt es zwei weitere Chancen – und meist auch viel Gelächter von den anderen Gästen.

Nach dem überraschenden Aus im Herbst 2024 hat der neue Betreiber das Traditionslokal optisch und kulinarisch entstaubt.
Die Bar musst 2024 aus finanziellen Gründen schließen. Inzwischen gibt es jedoch neue Betreiber*innen, die das Traditionslokal optisch und kulinarisch entstaubt haben. Vieles ist jedoch gleich geblieben. Credit: IMAGO/VWPics

Gut zu wissen: Die Oepfelchammer in Zürich wurde nach Modernisierungen im Jahr 2025 neu eröffnet. Andreas Himstedt, Investmentbanker, leitet nun das historische Lokal. Karim Schumann bringt mit neuen kulinarischen Angeboten frischen Wind in die Küche. Ansonsten ist vieles gleich geblieben:

Das Oepfelchammer serviert regionale Küche und erlesene Weine – allerdings dürfen Besucher*innen nach 18 Uhr ausschließlich Wasser, Traubensaft oder Wein bestellen. Wer also das Ritual wagen will, sollte rechtzeitig kommen.

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Das solltest du vor dem Besuch wissen

Die Taverne liegt zentral in der Zürcher Altstadt und ist leicht zu Fuß erreichbar. Geöffnet ist sie von Dienstag bis Samstag, an Sonntagen und Montagen bleibt das Oepfelchammer geschlossen.

Ein Besuch lohnt sich nicht nur wegen der legendären Balkenprobe, sondern auch wegen des einzigartigen Ambientes – ein Stück lebendige Geschichte mitten im modernen Zürich.

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