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Deutschland: Hier befindet sich die sogenannte „Hexenstadt“ – und ist nicht weit vom Blockberg entfernt!

Mitten in Deutschland liegt die „Hexenstadt“. Woher sie ihren Namen hat und für wen sich ein Besuch lohnt.

© Senorcampesino/GettyImages

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Obwohl Halloween längst vorüber ist und sich inzwischen dichter Nebel über die Höhen des Harzes legt, liegt in Wernigerode weiterhin ein Hauch von Magie in der Luft. Zwischen den farbenfrohen Fachwerkhäusern mit ihren charmant schiefen Giebeln scheinen alte Geschichten über Hexen und Zauberer*innen lebendig zu werden. Wir stellen den zauberhaften Ort in Deutschland vor.

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Wernigerode in Deutschland

Der nahegelegene Brocken – auch Blocksberg genannt – war über Jahrhunderte der sagenumwobene Treffpunkt der Hexen. In der Volksvorstellung versammelten sie sich hier zur Walpurgisnacht, um mit dem Teufel zu tanzen. Schon Goethe ließ in seinem Faust die Hexen „zu dem Brocken ziehn“ – ein Bild, das bis heute tief in der deutschen Kultur verankert ist.

Wernigerode ist eine Stadt im Harz im Mitteldeutschland und zeichnet sich durch ihre Fachwerkhäuser aus, darunter das mittelalterliche Rathaus und das "Schiefe Haus".
Wernigerode ist eine Stadt im Harz und zeichnet sich durch ihre Fachwerkhäuser aus, darunter das mittelalterliche Rathaus und das „Schiefe Haus“. Credit: Moritz Kertzscher/GettyImages

Wernigerode selbst profitierte seit dem Mittelalter von seiner Nähe zu diesem mythischen Ort. Doch die Faszination für das Übernatürliche hatte auch ihre dunklen Seiten: Zwischen dem 16. und 17. Jahrhundert kam es in der Region zu Hexenverfolgungen, wie in vielen anderen Teilen Europas. Frauen – und einige Männer – wurden der Hexerei beschuldigt, gefoltert und hingerichtet.

Heute steht Wernigerode jedoch für eine neue Deutung: Die Hexe ist hier kein Symbol des Bösen mehr, sondern eine Figur der Stärke, des Wissens und der Verbindung zur Natur.

Die Altstadt von Wernigerode bietet ein facettenreiches Bild mit vielen restaurierten Fachwerkhäusern.
Die Altstadt von Wernigerode bietet ein facettenreiches Bild mit vielen restaurierten Fachwerkhäusern. Credit: IMAGO / imagebroker

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Hexen als Tourismusmagnet

Die Stadt hat es geschafft, die dunklen Kapitel ihrer Geschichte in lebendige Erinnerungskultur zu verwandeln. Überall in der Altstadt begegnet man Hexenfiguren – auf Brunnen, Schildern und Hausfassaden. Doch sie lächeln, tragen bunte Kleidung und scheinen ein wenig verschmitzt, fast beschützend.

Im Harzmuseum Wernigerode (Klint 10) erfahren Besucher*innen mehr über den historischen Hexenglauben und die Mythen der Region. Auch das Schloss Wernigerode, das im November oft in geheimnisvollen Nebel gehüllt ist, bietet Führungen an, die die Legenden lebendig werden lassen.

Das Schloss Wernigerode im sachsen-anhaltischen Wernigerode erhielt seine jetzige Gestalt im ausgehenden 19. Jahrhundert und wurde zu einem Leitbau des norddeutschen Historismus.
Das Schloss Wernigerode im sachsen-anhaltischen Wernigerode erhielt seine jetzige Gestalt im ausgehenden 19. Jahrhundert und wurde zu einem Leitbau des norddeutschen Historismus. Credit: Sebastian Grote/GettyImages

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Walpurgisnacht: Wenn Wernigerode tanzt

Einmal im Jahr verwandelt sich die Stadt in ein wahres Hexenspektakel. Am 30. April feiert Wernigerode gemeinsam mit dem Ortsteil Schierke die Walpurgisnacht. Tausende Besucher*innen kommen, um Hexenumzüge, Feuershows und Musik zu erleben. Mittelaltermärkte, Teufel, Zauberer und tanzende Hexen machen das Fest zu einem fröhlichen Frühlingsauftakt – eine bunte Hommage an alte Bräuche.

Wer den Brocken erklimmen will, kann dies ganz stilecht tun. Mit der dampfenden Brockenbahn geht es von Wernigerode direkt hinauf auf den „Blocksberg“. In Schierke erzählt die Walpurgishalle in einer kleinen Ausstellung von alten Riten und Symbolen – ein spannender Ort für alle, die das Geheimnis hinter dem Mythos verstehen wollen.

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