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„Bis nach Timbuktu“ – gibt es den Ort wirklich? Jetzt erfährst du endlich die Wahrheit

Sicher kennst du das Sprichwort „bis nach Timbuktu“. Doch gibt es den Ort wirklich? Das erfährst du in diesem Artikel.

© Donhype/Getty Images

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Wenn jemand sagt, etwas liege in „Timbuktu“, dann meint er damit einen Ort, der unvorstellbar weit entfernt ist. Die Redewendung hat im Deutschen längst den Status einer humorvollen Übertreibung erreicht. Doch wie kam es überhaupt dazu, dass gerade Timbuktu zum Symbol für das sprichwörtliche Ende der Welt wurde – und existiert dieser Ort tatsächlich?

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Timbuktu gibt es wirklich!

„Geh doch nach Timbuktu!“ – so lautet das berühmte Sprichwort. Schnell könnte man denken, dass es sich dabei um einen erfundenen Ort handelt. Tatsächlich ist das aber nicht der Fall, denn die Stadt liegt im heutigen Mali am südlichen Rand der Sahara und war über viele Jahrhunderte hinweg ein bedeutendes Zentrum des Handels, der Gelehrsamkeit und der islamischen Kultur.

Zwischen dem 12. und dem 16. Jahrhundert florierte in Timbuktu der Karawanenhandel mit Gold, Salz und Datteln. Aufgrund dessen entwickelte sie sich zu einem legendären Knotenpunkt, den Reisende aus aller Welt erreichen wollten, aber nur selten wirklich erreichten.

Timbuktu ist eine Oasenstadt im westafrikanischen Staat Mali und liegt fünf Kilometer entfernt vom Niger-Fluss.
Timbuktu ist eine Oasenstadt im westafrikanischen Staat Mali und liegt fünf Kilometer entfernt vom Niger-Fluss. Credit: Elfenpfote/Getty Images

Gerade diese Mischung aus Ruhm und Unzugänglichkeit prägte das europäische Bild von Timbuktu nachhaltig. Für viele Menschen, die von der Stadt hörten, blieb sie ein Ort des Geheimnisvollen – ein Punkt auf der Landkarte, der kaum erreichbar schien.

Entdeckungsreisende des 19. Jahrhunderts berichteten von extrem beschwerlichen Wegen dorthin, was den Mythos zusätzlich befeuerte. Im kollektiven Bewusstsein verfestigte sich Timbuktu deshalb als Inbegriff der Ferne.

Übrigens: Der Brite Alexander Gordon Laing gilt als erster Europäer, der die Stadt nachweislich im Jahr 1826 erreichte. Zwei Jahre später folgte ihm der Franzose René Caillié. 1853 gelangte schließlich auch der deutsche Afrikaforscher Heinrich Barth nach Timbuktu – allerdings im Dienst der britischen Krone. Er widmete sich dort eingehend der Erforschung der Stadt und ihrer Geschichte.

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Heute ist Timbuktu nicht mehr unerreichbar

Im Deutschen entwickelte sich die Redensart „bis nach Timbuktu“ schließlich zu einem Ausdruck für alles, was weit weg, mühsam zu erreichen oder schlicht übertrieben weit entfernt erscheint. Wer sagt, ein Weg führe „bis nach Timbuktu“, möchte nicht geografisch präzise sein, sondern eine Pointe setzen: Es ist einfach absurd weit.

Eines hat sich inzwischen jedoch geändert: Timbuktu keineswegs mehr unerreichbar. Die Oasenstadt verfügt mittlerweile sogar über einen kleinen Flughafen und die Altstadt lockt mit der beeindruckenden Djinguereber Moschee, einer der ältesten Moscheen Afrikas.

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