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Madeira: Dieses Fischerdorf zählt zu den ältesten der Insel – und inspirierte einen berühmten Politiker!

Du planst einen Urlaub auf Madeira? Dann solltest du diesem authentischen Fischerdorf einen Besuch abstatten.

© Andreas Rose/GettyImages

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Das Fischerdorf Câmara de Lobos liegt rund zehn Kilometer westlich von Funchal. Es ist in eine geschützte Bucht eingebettet und von beeindruckenden Lavafelsen umgeben. Zwischen den farbenfrohen Häusern winden sich enge Gassen, und im Hafen schaukeln traditionelle Fischerboote auf den sanften Wellen. Doch damit nicht genug: Câmara de Lobos hat noch eine weitere Besonderheit zu bieten. Eine berühmte Persönlichkeit machte den kleinen Ort auf Madeira weltbekannt und setzte ihm mit seinen Werken ein bleibendes Denkmal.

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Madeira: Das Fischerdorf Câmara de Lobos

Bereits in den frühen Morgenstunden herrscht reges Treiben in der Bucht. Die bunt bemalten Fischerboote, die traditionellen Xavelhas, kehren zurück, Netze werden eingeholt und der Fang wird sortiert. Thunfisch, Schwarzer Degenfisch und Makrelen – was hier an Land kommt, ist kein touristisches Spektakel, sondern Ausdruck einer jahrhundertealten Tradition. Câmara de Lobos ist seit jeher eng mit dem Meer verbunden – und das bis heute.

Câmara de Lobos, an der Südküste der Insel Madeira gelegen, war der erste Ort, den João Gonçalves Zarco, der Entdecker dieser „Perle des Atlantiks“, bewohnte.
Câmara de Lobos, an der Südküste der Insel Madeira gelegen, war der erste Ort, den João Gonçalves Zarco, der Entdecker dieser „Perle des Atlantiks“, bewohnte. Credit: Andreas Rose/GettyImages

Robben dienten als Inspiration für den Ortsnamen

Der Name Câmara de Lobos geht auf die ersten portugiesischen Entdecker*innen zurück, darunter João Gonçalves Zarco. Als dieser im 15. Jahrhundert in der Bucht anlandete, registrierte er zahlreiche Mönchsrobben, die damals als „lobos-marinhos” bezeichnet wurden und dem Ort schlussendlich seinen Namen gaben. Heute zählen sie zu den seltensten Robbenarten weltweit.

In den folgenden Jahren entwickelte sich die Bucht zu einem der bedeutendsten Fischereizentren der Insel. Internationale Bekanntheit erlangte Câmara de Lobos jedoch erst, als Winston Churchill in den 1950er-Jahren hier malte und die eindrucksvolle Szenerie in mehreren Werken festhielt. Er ließ sich dabei vom Zusammenspiel aus Licht, Meer und Architektur inspirieren.

Câmara de Lobos ist bekannt für seine bunten Häuser.
Câmara de Lobos ist bekannt für seine bunten Häuser. Credit: Alones Creative/GettyImges

Noch heute erinnert die Aussichtsplattform Miradouro Winston Churchill an diese Zeit. Von dort eröffnet sich genau jener Blick auf den geschützten Hafen, die schroffen Felsen und den offenen Atlantik, den Churchill einst auf Leinwand bannte.

Ein weiteres Highlight des Ortes: Poncha!

Trotz dieser Prominenz ist Câmara de Lobos bis heute kein klassischer Urlaubsort geworden. Es gibt keinen feinen Sandstrand, keine Hotelanlagen direkt am Wasser. Stattdessen dunkler Kies, eine teils kräftige Brandung und ein Hafen, der dem Dorf gehört.

Rundherum reihen sich kleine Bars und Restaurants, in denen Poncha ausgeschenkt wird – ein traditionelles Getränk aus Zuckerrohrschnaps, Honig und Zitrone, fest verankert im Alltag der Einheimischen. Es wird sogar behauptet, dass Poncha hier erfunden wurde!

Poncha ist ein traditionelles Getränk der portugiesischen Insel Madeira, auf Basis von Zuckerrohrschnaps, Honig und Zitrone.
Poncha ist ein traditionelles Getränk der portugiesischen Insel Madeira, auf Basis von Zuckerrohrschnaps, Honig und Zitrone. Credit: Jose A. Bernat Bacete/GettyImages

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Tipp: Verbringe auch den Abend in Câmara de Lobos

Am späten Nachmittag verändert sich die Stimmung. Das Licht wird weicher, die Farben wärmer, der Ort ruhiger. Fischer*innen sitzen auf den Kaimauern, Einheimische treffen sich auf den Stufen am Wasser, Besucher*innen mischen sich darunter. Perfekt, um den Tag in entspannter Atmosphäre ausklingen zu lassen.

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