Es ist älter als die Schweiz selbst: Das Haus Bethlehem im Kanton Schwyz gilt als das älteste erhaltene Holzhaus Europas. Erbaut 1287, überstand es Feuer, Umbauten und den Zahn der Zeit – und zählt heute zu den beliebtesten Attraktionen der Region. wmn stellt das faszinierende Haus vor.
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Ein Bauwerk älter als die Eidgenossenschaft
Vier Jahre bevor sich die Urkantone Schwyz, Uri und Niederwalden 1291 zusammenschlossen, ließ eine wohlhabende Familie ein Wohnhaus errichten, das Geschichte schreiben sollte, heißt es auf der Webseite der Gemeinde Schwyz. Mit seinen dicken Blockwänden aus heimischem Holz und einem schlichten Aufbau steht es bis heute aufrecht – fast 750 Jahre nach seiner Fertigstellung.
Während die Schweizer Eidgenossenschaft erst im Entstehen war, bot das Haus Bethlehem bereits Schutz, Wärme und eine Heimat. Dass es Jahrhunderte später als Wahrzeichen des Kantons Schwyz gilt, konnte damals jedoch niemand ahnen.
Schlichte Bauweise, rustikaler Komfort
Errichtet wurde das Haus in klassischer Blockbau-Technik, bei der die Balken verzahnt ineinander greifen. Metallnägel suchte man vergeblich, sie wären im 13. Jahrhundert zu kostspielig gewesen. Stattdessen hielten Holzstifte das Gefüge zusammen.

Und auch der Komfort spielte damals eine untergeordnete Rolle: Fenster waren kaum größer als ein Buchdeckel, die Deckenhöhe betrug 1,90 Meter. Einen Kamin gab es nicht – der Rauch der Feuerstelle zog durch Luken und Dachschindeln ab.
Lange Zeit war das Haus noch bewohnt
Das Haus überstand ein schweres Feuer im 17. Jahrhundert und etwas später einen steinernen Sockel sowie einen prunkvollen Festsaal – dessen Wandmalereien können Besucherinnen und Besucher bis heute bestaunen, heißt es auf der Webseite weiter.
Bis 1981 war es sogar noch bewohnt, dann öffnete es als Museum. Gemeinsam mit dem benachbarten Ital Reding-Haus von 1609, einer barocken Villa, bildet es heute ein einzigartiges Ensemble.
Doch mit rund 2000 Besucher*innen pro Jahr gilt das älteste Holzhaus Europas bislang noch als echter Geheimtipp! Wer einen Urlaub in der Region plant, sollte sich dieses Juwel jedoch nicht entgehen lassen.
Kurz & knapp: Die wichtigsten Fakten
- Erbaut im Jahr 1287, also vier Jahre vor der Gründung der Eidgenossenschaft.
- Blockbauweise mit Holzverbindungen statt Metallnägeln.
- Zwei entscheidende Umbauten: neuer Steinsockel im 16. Jahrhundert und ein Festsaal mit Wandmalereien.
- Bis 1981 bewohnt, heute Museum unter Verwaltung der Ital Reding-Stiftung.
- Besichtigungen möglich: Rund 2000 Besucherinnen und Besucher pro Jahr.
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Besichtigungen
Das Haus Bethlehem kann zwischen dem 1. Mai und dem 31. Oktober besichtigt werden. Es ist jeweils von Dienstag bis Sonntag von 13 bis 17 Uhr geöffnet. Eine Führung durch beide Häuser dauert rund eine Stunde.
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