Was für viele nach verstaubter Dekoration aus Omas Wohnzimmer klingt, entpuppt sich derzeit immer öfter als echter Schatz. Auf Flohmärkten, bei Auktionen oder online werden für antike Kerzenständer teils vier- oder sogar fünfstellige Beträge erzielt. Dabei sind vor allem zwei Merkmale entscheidend.
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Kerzenständer: Der unterschätzte Schatz im Wohnzimmer
Sie stehen auf dem Sideboard, im Schrank oder ganz hinten im Keller: alte Kerzenständer, die meist geerbt wurden und selten beachtet werden. Doch genau diese Stücke sind aktuell stark gefragt. Der Grund? Sammler*innen, Interior-Designer*innen und Investor*innen suchen gezielt nach historischen Objekten mit Charakter.
Allerdings gilt: Nicht jeder alte Kerzenständer ist automatisch wertvoll. Der Markt ist wählerisch. Zwei Merkmale entscheiden maßgeblich darüber, ob es sich um hübsches Beiwerk oder um ein kleines Vermögen handelt.

Merkmal 1: Material – je schwerer, desto besser
Der wichtigste Faktor ist das Material. Hochwertige Kerzenständer wurden früher aus Materialien gefertigt, die heute teuer und begehrt sind:
- Massives Silber oder versilberte Bronze
- Messing mit hohem Kupferanteil
- Bronze oder Zinn aus dem 18. und 19. Jahrhundert
Ein einfacher Test: Fühlt sich der Kerzenständer ungewöhnlich schwer an? Dann lohnt ein genauer Blick. Besonders Silberstücke sind begehrt – vor allem, wenn sie noch originale Punzen tragen. Diese kleinen Stempel geben Auskunft über Silbergehalt, Herkunft und manchmal sogar das Herstellungsjahr.
Achtung: Viele Stücke wirken silbern, sind aber nur vernickelt oder verchromt. Der wahre Wert steckt fast immer im Kernmaterial.

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Merkmal 2: Alter und Herkunft – Barock schlägt Massenware
Das zweite entscheidende Merkmal ist die historische Einordnung. Kerzenständer aus bestimmten Epochen erzielen deutlich höhere Preise als spätere Serienware.
Besonders gefragt sind Stücke aus:
- Barock (ca. 1600–1750) – hier geht es zu einem Beispiel
- Rokoko (ca. 1730–1780) – hier geht es zu einem Beispiel
- Biedermeier (ca. 1815–1848) – hier geht es zu einem Beispiel
Ein klarer Hinweis auf echtes Alter sind Handarbeitsspuren: leichte Asymmetrien, unperfekte Ornamente oder individuell gegossene Füße. Auch Meistermarken oder Werkstattzeichen erhöhen den Wert erheblich. Kerzenständer aus bekannten Manufakturen oder mit regionaler Zuordnung (etwa Frankreich, England oder Süddeutschland) sind besonders begehrt.

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Was den Preis zusätzlich in die Höhe treibt
Auch wenn Material und Alter die Hauptrolle spielen, gibt es weitere Details, die Sammler und Sammlerinnen lieben:
- Paarigkeit: Zwei zusammengehörige Kerzenständer sind oft doppelt so viel wert wie Einzelstücke
- Originale Patina: Nicht putzen! Der matte Glanz erzählt Geschichte
- Unbeschädigter Zustand: Risse, Lötstellen oder fehlende Teile mindern den Wert
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Fazit: Erst durch einen Experten prüfen lassen, dann verkaufen
Bevor alte Kerzenständer verschenkt, poliert oder entsorgt werden, lohnt sich eine fachkundige Einschätzung. Ein Antiquar, Auktionshaus oder ein*e spezialisierte*r Gutachter*in kann schnell klären, ob es sich um dekoratives Erbstück oder eine echte Wertanlage handelt.

