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Polizei warnt: Immer mehr Einbrecher nutzen italienische „Keks-Masche“

Die Polizei warnt vor der sogenannten Keks-Masche. Wie du sie erkennst und was genau sich dahinter verbirgt.

Es werden auch Klebestreifen oder Kekse verwendet, um herauszufinden, ob die Bewohner*innen zu Hause sind.
© Rapeepong Puttakumwong/GettyImages

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Gerade in der dunklen Jahreszeit wächst bei vielen Menschen die Sorge vor Einbrüchen – nicht zuletzt, weil Täter*innen zunehmend neue und raffinierte Methoden anwenden. In Italien sorgt dabei eine besonders ungewöhnliche Strategie für Aufsehen: die sogenannte Keks-Masche. Warum die Polizei auch hierzulande davor warnt und was genau dahintersteckt, erklären wir.

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Einbrüche: Worum es bei der Keks-Masche geht

Wie die italienische Tageszeitung „Leggo.it“ berichtet, kam es in Italien zu zahlreichen Einbrüchen, bei denen die sogenannte Keks-Masche angewandt wurde. Angesichts dessen warnt die Polizei die italienische Bevölkerung eindringlich und rät zur Vorsicht bei Keksen unter der Fußmatte. Laut „Ippen-Medien” wird diese Masche teilweise auch in Deutschland eingesetzt.

Doch was steckt dahinter? Mithilfe von Keksen kommunizieren Dieb*innen über ein potenzielles Einbruchsobjekt, wie z.B. ein Haus oder eine Wohnung. So wollen sie herausfinden, ob jemand zu Hause ist oder nicht – und so funktioniert das Ganze:

Einbrecher:innen haben in Italien Kekse unter die Fußmatten gelegt. Ist der Keks zerkrümelt, dann ist jemand zu Hause. Credit: Getty Images/500px

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Treten Besitzer auf den Keks, zerbröckelt er

Die Einbrecher*innen legen einen Keks unter die Fußmatte und beobachten dann, was passiert. Treten die Besitzer*innen darauf, zerbröckelt der Keks und zeigt den Dieb*innen, dass jemand zu Hause ist. Das Gleiche passiert, wenn der Keks gefunden und entfernt wird.

Bleibt der Keks hingegen über längere Zeit unversehrt, wissen die Einbrecher*innen, dass sich wahrscheinlich gerade niemand im Haus oder in der Wohnung aufhält – und wählen es als Einbruchsziel.

Auf diese Weise müssen sie die Wohnung oder das Haus nicht rund um die Uhr überwachen und können die Kekse unter verschiedene Fußmatten legen, um sich schließlich für einen Haushalt zu entscheiden.

Neben Keksen werden oft auch Flyer oder Klebebänder als Markierungen verwendet. Credit: Yuliia – stock.adobe.com

Einbrüche: Diebe nutzen verschiedene Markierungen

Neben Keksen werden auch immer wieder Flyer oder Klebestreifen in Türrahmen geklebt – mit dem gleichen Effekt. Bleibt beides zurück, scheint niemand im Haus zu sein und ein Einbruch wirkt „sicher“. Doch was tun, wenn man selbst eine der Markierungen entdeckt? Laut der Hausratversicherung da-direkt.de solltest du wie folgt vorgehen:

  1. Ein Foto machen.
  2. Entferne den Keks, so entfernst du die Orientierungshilfe der Kriminellen.
  3. Wende dich dann an die zuständige Polizeidienststelle und informiere sie über den Funort und den Zeitpunkt.
  4. Informiere anschließend Nachbarn und bleibe die nächsten Tage wachsam.

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