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Arbeitszeit-Schock: Jedes zweite Unternehmen will die 48-Stunden-Woche

Stell dir vor, dein Arbeitstag wird kein Acht- oder Zehn-Stunden-Tag mehr, sondern könnte bald zwölf oder mehr Stunden dauern – zumindest an manchen Tagen. Das ist keine weit entfernte Utopie mehr, denn laut aktuellen Umfragen würde gern jedes zweite Unternehmen in Deutschland auf eine 48-Stunden-Woche umstellen. Die Politik will das Arbeitszeitgesetz reformieren, und viele Firmen […]

junge frau office abend erschöpft
© Getty Images/Jay Yuno

Raucherpausen: Darf der Chef sie verbieten?

Raucherpausen gehören für einige Arbeitnehmer*innen dazu. Aber kann der Chef das Rauchen während der Arbeitszeit einfach verbieten?

Stell dir vor, dein Arbeitstag wird kein Acht- oder Zehn-Stunden-Tag mehr, sondern könnte bald zwölf oder mehr Stunden dauern – zumindest an manchen Tagen. Das ist keine weit entfernte Utopie mehr, denn laut aktuellen Umfragen würde gern jedes zweite Unternehmen in Deutschland auf eine 48-Stunden-Woche umstellen. Die Politik will das Arbeitszeitgesetz reformieren, und viele Firmen sind schon bereit, die Regelungen umzusetzen. Alle Details.

Mehr lesen: Längere Arbeitszeit für Beamte: Renten-Studie mit provokanter Forderung

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Arbeitszeit-Schock: Jedes zweite Unternehmen will 48-Stunden-Woche!

Derzeit ist es in Deutschland gesetzlich so geregelt: die tägliche Höchstarbeitszeit liegt bei acht Stunden, in Ausnahmefällen bis zu zehn Stunden (§ 3 ArbZG).
Doch viele Unternehmen, vor allem größere, begrüßten den Vorstoß, die stündliche Begrenzung des Arbeitstages zu kippen und stattdessen eine wöchentliche Obergrenze von 48 Stunden einzuführen, schreibt das t3n Magazin.

Laut einer Umfrage des Personaldienstleisters Randstad und weiteren Instituten würde diese Reform mehr Flexibilität bringen. Stunden könnten je nach Bedarf auf einzelne Tage verteilt werden. Würde der/die Arbeitnehmende an einem Tag zwölf Stunden arbeiten, hätte er/sie dafür an anderen Tagen einen Ausgleich.
Doch Expertinnen warnen: Die Flexibilität könnte leicht ins Ungleichgewicht kippen. Sie sehen Risiken für Gesundheit, Work-Life-Balance und beim Schutz schwächerer Arbeitnehmer*innen.

50 % der Betriebe sähen laut der Randstad-Umfrage darin Vorteile, nur 8 % lehnten eine Wochenhöchstarbeitszeit ab. Besonders in der Industrie und bei größeren Unternehmen stoße das Modell auf Zustimmung.

So könnte dein Arbeitsalltag aussehen

  • Längere Tage: Ein Arbeitstag von zwölf Stunden oder mehr könnte keine Seltenheit sein — solange du im Wochenmittel unter der 48-Stunden-Grenze bleibst.
  • Mehr Druck in kleinen Betrieben: Vor allem Beschäftigte ohne Tarifbindung oder Betriebsrat könnten weniger Mitbestimmung haben, wie die Stunden verteilt werden, laut echo24.de.
  • Gesundheitsrisiken steigen: Längere, unregelmäßige Arbeitszeiten gelten als Risikofaktoren für Stress, Schlafprobleme, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Burn-out, schreibt die IG Metall.
  • Ausgleich nötig: Um die 48-Stunden-Woche zu ermöglichen, sind Ausgleichsmechanismen entscheidend — sprich: an anderen Tagen weniger arbeiten oder Tage freihalten, wie Juristen betonen. Wie das in der Realität umgesetzt werden soll, bleibt abzuwarten.

Kritik an der 48-Stunden-Woche

Gewerkschaften wie IG Metall und Ver.di schlagen Alarm. Der Acht-Stunden-Tag sei ein historisch erkämpfter Schutzmechanismus gegen Überarbeitung und Ausbeutung – und sollte nicht leichtfertig aufgegeben werden.
Laut DGB sei ein solcher Vorstoß ein politisches Einknicken auf Druck der Arbeitgeber und ein Angriff auf Arbeitnehmerrechte.
Kritiker*innen warnten auch, dass in Betrieben ohne Tarifvertrag viel Druck entstehen könnte – mit langen Schichten, wenig Rücksicht auf Gesundheit oder familiäre Bindungen, betont der Merkur.

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Was du jetzt tun kannst

Prüfe deinen Arbeitsvertrag und mögliche tarifvertragliche Regelungen. Wenn du Mitglied in einer Gewerkschaft bist, halte dich über Warnstreiks oder politische Maßnahmen auf dem Laufenden.

Sprich mit Kolleg*innen und deinem Betriebsrat (sofern vorhanden) über mögliche Änderungen und Beteiligungsrechte. Beobachte außerdem Gesetzesentwürfe und Beteiligungsprozesse — und nutze Fristen zur Stellungnahme.

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