Neben Quiet Quitt und Quiet Firing gibt es nun ein neues Phänomen in der Arbeitswelt. Zugegeben, ganz neu ist das sogenannte Quiet Cracking nicht. Das Phänomen selbst gibt es schon länger, allerdings hat es jetzt einen Namen, der die Sache auf den Punkt bringt. Was genau es mit dem Quiet Cracking auf sich hat und warum es so gefährlich für Arbeitnehmer*innen sein kann, verraten wir dir in diesem Artikel.
Alles zum Thema „Quiet Cracking“:
Was ist Quiet Cracking?
Viele Beschäftige betrifft es, doch nach außen hin merkt man kaum etwas davon. Das sogenannten Quiet Cracking beschreibt ein Phänomen, bei dem Mitarbeitende langsam immer unzufriedener werden und die Motivation sowie die Freude am Arbeiten verlieren. Nach außen hin merkt man meistens jedoch nichts davon, denn die Arbeitsleistung der Betroffenen bleibt in vielen Fällen – und insbesondere am Anfang – gleich.
Das Quiet Cracking ist dabei jedoch klar von anderen Phänomenen abzugrenzen. Denn anders als beispielsweise beim Quiet Qutting, wirkt sich der Verlust der Arbeitsmotivation nicht direkt auf die Leistung am Arbeitsplatz aus. Und anders als beispielsweise bei einem Burnout, zeigt sich das Quiet Cracking nicht durch Erschöpfung.
So zeigt sich Quiet Cracking
Für Kollegen und Koleginnen der Betroffenen wird das Quiet Cracking meist erst sichtbar, wenn es zu spät ist. Denn die Betroffenen erledigen ihre Arbeit zumeist ganz normal weiter. Das Problem besteht im Inneren. Die Arbeitnehmer*innen haben oft das Gefühl, im Hamsterrad festzustecken, was wiederum dazu führt, dass die Motivation sinkt und die Unzufriedenheit wächst.
Einer Studie von TalentLMS zufolge, haben bereits 54 Prozent der befragten Arbeitnehmer*innen in den USA schon mindestens eine Ausprägung von Quiet Cracking erlebt. Etwa 20 Prozent erleben das Phänomen dauerhaft oder häufig.

Warum ist Quiet Cracking für Unternehmen so relevant?
Quiet Cracking sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Insbesondere in Unternehmen, in denen viele Mitarbeiter*innen davon betroffen sind, besteht meist dringender Handlungsbedarf von Seite der Arbeitgeber*innen.
Die Ursachen für Quiet Cracking liegen oft in der Unternehmenskultur. Fehlende Anerkennung im Job, mangelnde Weiterentwicklungsmöglichkeiten sowie unklare Kommunikation mit Vorgesetzten können das Phänomen begünstigen.
Auch wenn sich die Leistung der Betroffenen zunächst nicht verschlechtern, kommt es langfristig zu einer Abnahme der Produktivität und des Engagements dieser. Erkennen Arbeitgeber*innen das Problem zu spät, kann das auch negativ auf das Unternehmen auswirken. Eine hohe Fluktuation ist hier quasi garantiert.
Was hilft gegen den Motivationsverlust?
Da Quiet Cracking aber oft sehr schwer zu erkennen ist, ist es wichtig, die Problematik präventiv anzugehen. Für Unternehmen bedeutet das, den eigenen Mitarbeiter*innen echte Wertschätzung entgegenzubringen und Weiterbildungsmöglichkeiten anzubieten.
Am wichtigsten ist jedoch die Kommunikation mit den Angestellten. Nur durch regelmäßige Feedbackgespräche lässt sich überhaupt erst herausfinden, was die Mitarbeitenden stört und in welche Richtung sie sich entwickeln möchten und können.

