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Krank im Homeoffice – was Arbeitnehmer jetzt wissen sollten

Krank im Homeoffice – gelten dieselben Regeln wie im Büro? Wir erklären dir, welche Regeln bei Krankheit von zu Hause aus gelten.

Eine Frau liegt krank zu Hause auf dem Sofa.
© Getty Images/Ekaterina Goncharova

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Ein Arzttermin während der Arbeitszeit? Ist das OK oder darf der Chef das verbieten? Wir klären auf, welche Regelungen es gibt und welche Ausnahmen der Arbeitgeber gestatten muss.

Das Arbeiten im Homeoffice gehört für viele Beschäftigte mittlerweile zum Alltag. Doch was passiert, wenn man im Homeoffice krank wird? Müssen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer trotzdem arbeiten, weil sie ja „zu Hause“ sind – oder gelten dieselben Regeln wie im Büro? Hier erfährst du es.

Lesetipp: Krankschreibung: 5 Regeln, die Arbeitnehmer unbedingt kennen sollten

Krankmelden im Homeoffice – geht das genauso wie im Büro?

Grundsätzlich gilt: Wer krank ist, muss sich unverzüglich beim Arbeitgeber krankmelden – unabhängig davon, ob er im Büro oder zu Hause arbeitet, wie das Portal arbeitsrechte.de berichtet. Die Regelungen zur Arbeitsunfähigkeit unterscheiden sich nicht durch den Arbeitsort. In Deutschland haben Arbeitnehmer in der Regel folgende Pflichten:

  • Ärztliches Attest: Ab dem dritten Krankheitstag ist in den meisten Fällen ein ärztliches Attest notwendig. Einige Arbeitgeber verlangen die Krankschreibung bereits ab dem ersten Tag.
  • Unverzügliche Mitteilung: Informiere deinen Arbeitgeber sofort, wenn du nicht arbeiten kannst. Viele Firmen akzeptieren mittlerweile auch eine Krankmeldung per E-Mail oder über interne Systeme.

Homeoffice und Arbeitsfähigkeit – ein feiner Unterschied

Im Homeoffice mag die Versuchung groß sein, „ein bisschen weiterzuarbeiten“, obwohl man krank ist. Rechtlich gesehen darf man dies nur tun, wenn die Krankheit die Arbeitsfähigkeit nicht einschränkt und beim Arbeitgeber vorher keine Krankschreibung eingereicht wurde, so arbeitsrechte.de Wer ernsthaft krank ist, muss sich erholen. Versuche, Arbeit zu erzwingen, können den Heilungsprozess verzögern und die Krankheit verschlimmern.

Homeoffice: Arbeiten trotz Krankheit?

Manche Beschäftigte fühlen sich zwar angeschlagen, aber nicht völlig außer Gefecht. Wer sich in der Lage fühlt, kann selbstverständlich freiwillig im Homeoffice arbeiten. Pflicht besteht dazu jedoch keine. Es ist wichtig, auf die eigene Gesundheit zu achten, denn wer krank arbeitet, riskiert eine Verschlimmerung der Beschwerden oder längere Ausfallzeiten.

Wenn du während eines Homeoffice-Arbeitstages krank wirst, gilt: Informiere sofort deinen Arbeitgeber und beende die Arbeit. Ab diesem Zeitpunkt hast du dich krankgemeldet und musst nicht weiterarbeiten. Fall du für deinen Ausfall eine Kranschreibung benötigst, kümmere dich umgehend darum.

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Krank im Homeoffice? Dieselben Regeln wie im Büro gelten

Krank ist krank – unabhängig vom Arbeitsort. Wer im Homeoffice arbeitet, unterliegt denselben Pflichten und Rechten wie Beschäftigte im Büro: rechtzeitige Krankmeldung, ärztliche Bescheinigung bei längerer Erkrankung und das Recht, sich in Ruhe auszukurieren. Ein verantwortungsvoller Umgang mit der eigenen Gesundheit nützt dabei nicht nur einem selbst, sondern auch dem Arbeitgeber.

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