Die Arbeitswelt befindet sich im Wandel – und einige Berufe stehen kurz vor dem Aus. Diese 7 Jobs könnten bald Geschichte sein.
1. Fassküfer:innen: Der Beruf des Fassküfers ist eines der ältesten Handwerke überhaupt. Leider stirbt diese Tradition gerade aus, denn das Handwerk ist sehr aufwendig und es bringt nur langsame Erfolge. Schon im Jahr 2007 lag die Zahl der deutschen Fassküfer:innen nur noch in einem dreistelligen Bereich. Doch was macht ein Fassküfer (auch Böttcher genannt) überhaupt? Sie stellen Fässer und Gefäße für den Weinanbau und für Brennereien her. Diese Fässer braucht man noch heute für Wein, Rum, Whiskey, Sekt und Champagner, doch werden sie schneller und einfacher mechanisch hergestellt. Credit: Getty Images/ Liliya Krueger2. Näher:innen: Die Textilbranche wandelt sich gerade rapide. Sie wird immer schneller und immer weniger nachhaltig, auch wenn die meisten großen Konzerne behaupten, sie würden „nachhaltig“ produzieren oder sich „um ihre Mitarbeitenden kümmern.“ Fakt ist, dass heute bereits die meisten unserer Klamotten von Näher:innen aus ärmeren Ländern wie Bangladesch stammen. Sie werden dort Hungerlöhne produziert und hier (beispielsweise in Deutschland) gekauft, ein paar Mal getragen und dann wieder weggeworfen. Credit: ximich_natali – stock.adobe.com3. Konditor:innen: Die schönsten Torten backt sowieso Oma, da ist nichts dran zu rütteln. Doch alle anderen Backerzeugnisse werden zunehmend von Maschinen gefertigt. In einer Zeit, in der wir Gerichte sogar ausdrucken können, ist das Backen von Hand für den großen Betrieb weitestgehend überflüssig geworden. Zu diesem Beruf gehören folgende Schwerpunkte: modellieren, backen, Teig herstellen, glasieren und Rezepte verfeinern. All diese Aufgaben können laut Job-Futuromarkt zu 70 % ersetzt werden Credit: stock.adobe.com/Angelika Heine4. Schuhmacher:in: Auch der Beruf des/der Schuhmacher:in gehört zur Kategorie „aussterbende Berufe“. In Deutschland gibt es zwar bisher noch einige familiäre Betriebe, die bis heute noch Schuhe per Hand fertigen oder diese Reparieren, die Nachfrage dafür nimmt aber immer weiter ab. Schuhe mit der Hand der herzustellen ist ein aufwändiger Prozess und dauert deutlich länger, als die mechanischewird es in den nächsten Jaren vorrausssichtlich dazu kommen, dass die Nachfrage für handgefertigte Schuhe noch weiter abnimmt. Credit: cottonbro studio / Pexels via canva5. Drucker:innen: Die Welt wird immer digitaler. Was noch vor wenigen Jahren nicht ohne Papier machbar war, ist heute selbstverständlich digital. Dazu gehören beispielsweise Dinge wie Konzert- und Kinotickets. Heute ist es zudem in bereits vielen Restaurants ganz normal, dass die Speisenkarte nur digital über das Smartphone abrufbar ist. Je weniger Papier wir benötigen, desto weniger Drucker:innen brauchen wir. In den nächsten 10 Jahren wird sich der Beruf der Drucker:in wohl vollkommen verändern. Anstatt Zeitungspressen werden 3D-Drucker wichtiger werden. Statt Flugblättern und Flyern wird es Online-Newsletter geben. Credit: One Pixel Studio via Adobe Stock6. Postbot:innen: Mal Hand aufs Herz: Wann hast du das letzte Mal einen Brief verschickt? Schon so lange her? Der Beruf der Postbeamten wird vielleicht nicht komplett aussterben, aber er wird auf ein absolutes Minimum beschränkt werden. Schon jetzt vermuten Expert:innen von Career Cast, dass bis der Einstellungsrückgang bei der Post in den nächsten Jahren zunimmt. Credit: Katja – stock.adobe.com7. Juwelier:innen: Wer heute noch zum Juwelier:innen geht, der hat demnächst vor zu heiraten. Durch Modeketten, Amazon und Co. ist günstiger Modeschmuck viel weiter verbreitet als edles Gehänge. Der Trend verschiebt sich also weg vom Qualitätsschmuck, der über Generationen hinweg getragen wird, hin zum kurzlebigeren Modeschmuck. Credit: Anastasia Shuraeva / Pexels via canva.