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Du bist über 25 und nutzt keine Augencreme? Warum das ein Fehler ist

Jetzt auch noch eine Augencreme, dabei nutzt du bereits so viele Produkte? Erfahre hier, warum die Augenpflege sich wirklich lohnen kann.

Frau Beautyshot
Mitesser ausdrücken leicht gemacht. So wirst du sie los. Credit: IMAGO / Westend61

Falten erzählen Geschichten, ganz klar. Dennoch möchten wir nicht, dass unser Gesicht noch müder aussieht, als wir es eh schon sind. Um frischer auszusehen, verspricht eine Augencreme Abhilfe. Doch halten die Produkte wirklich, was sie versprechen? Wir zeigen, wann du damit beginnen solltest und wie du sie richtig aufträgst.

Lesetipp: Günstiger Testsieger: Die beste Augencreme gibt es bei dm, Rossmann und Co.

Was ist eine Augencreme & wozu braucht man sie?

Bestimmt das Angebot die Nachfrage oder bestimmt die Nachfrage das Angebot? Diese Frage wird man sich beim Thema Augencreme unweigerlich stellen. Vor allem, wer sein Gesicht wie ich regelmäßig mit einem Gel reinigt, Peelings nutzt, Heilerde– sowie Tonerde-Masken aufträgt und sich zu guter Letzt mit einer Tages- und einer Nachtpflege verwöhnt, wird sich dann schon fragen müssen: Echt jetzt? Noch ein Produkt? Also, Butter bei die Fische. Braucht man eine Augencreme oder ist sie (Achtung Wortwitz) Augenwischerei?

Eine Augencreme ist, wie der Name schon verrät, ein Pflegeprodukt, welches für die Hautpartie rund um unsere Augen ausgelegt ist. Dieser Bereich ist besonders anspruchsvoll. Die Haut ist hier dünner und deutlich empfindlicher als am Rest des Körpers. Das ist im Übrigen auch der Grund dafür, dass sich hier Tränensäcke und Augenringe bemerkbar machen können. Unter dem dünnen Gewebe sammelt sich nämlich besonders leicht Wasser und Blutgefäße fallen stärker auf. Hinzu kommt, dass die Haut oft sehr trocken ist – ein Garant für Falten.

Die Haut rund um deine Augen ist also besonders pflegebedürftig. Augencremes werben nun damit, all diesen Dingen entgegenzuwirken. Sie wollen Fältchen, Schatten und trockene Stellen kosmetisch bekämpfen, indem sie abschwellend, befeuchtend und pflegend wirken und die Hautbarriere stärken.

Frau Spiegel Creme
Du peelst, pflegst und cremst was das Zeug hält und fragst dich nun, ob es wirklich eine Augencreme braucht? Credit: canva.com/ The Vadym Fedorchenko Collection

Tut es nicht auch eine normale Gesichtspflege?

Wer wie ich bereits zig Pflegeprodukte nutzt, fragt sich dann völlig zurecht, ob eine Schicht der normalen Gesichtspflege mehr den Dienst nicht auch tut. Einfach gesagt: Ja. ABER nur dann, wenn die bisherige Creme fürs Gesicht auf spezielle Stoffe verzichtet. Denn viele Tagespflege-Produkte enthalten Alkohol, Duft- und Parfümstoffe, Konservierungsstoffe und einen UV-Schutz. All diese Stoffe können vor allem im Bereich der Augen irritierend wirken.

(Gute) Augencremes verzichten auf solche Stoffe und zeichnen sich außerdem durch ein geringes Spreitverhalten aus. Das Spreitverhalten pflanzlicher Lipide (wasserunlösliche Stoffe) beschreibt, wie sich ein Produkt wie Öle oder Cremes auf der Haut verhalten, nachdem sie aufgetragen wurden.

Breitet sich ein Produkt von allein aus und ist leicht zu verschmieren, ist das Spreitverhalten hoch. Das ist zum Beispiel bei einer Bodylotion Gold wert, da man so nicht ewig cremen muss. Eine Augencreme sollte jedoch schwerer zu verteilen sein, um nicht in die Augen zu gelangen. Denn auch wenn eine Augencreme speziell für die Verwendung rund um die Augen ausgelegt ist, sollte sie nicht im Auge landen. Das könnte die Schleimhäute sowie die Bindehaut überfordern.

Was ist drin in einer Augencreme?

Wer einmal den Fernseher anmacht oder ein Modemagazin aufschlägt, dem wird das Wort Anti-Aging nach wenigen Sekunden entgegenspringen. Vor allem Augencremes haben sich dieses Stichwort auserkoren und versprechen, dass man in einen Jungbrunnen fällt. Die Wahrheit ist vielmehr die, dassAugencremes es vorübergehend schaffen, zu straffen, aufzuhellen und strahlen zu lassen. Das liegt unter anderem an folgenden Inhaltsstoffen:

  • Feuchthaltemittel
  • Hyaluronsäure, Kollagen, Silikon
  • Antioxidantien (Vitamin A oder Vitamin E)
  • Hautberuhigende Stoffe wie Panthenol, Aloe Vera, Kamille, Grüner Tee
  • Proteine, Peptide, Aminosäuren
  • Koffein (durchblutungsfördernd)

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Vitamine
Eine frische und gesunde Haut braucht jede Menge Vitamine! Credit: 5358×3572 Pixel IMAGO / Westend61

Wann es Sinn macht, eine Augencreme zu nutzen

Ich bin der Ansicht, dass die Pflege von heute die Faltenvorsorge für morgen ist. Denn sind erste Fältchen einmal da, können diese nur schwerlich bekämpft werden. Wie intensiv man sein Gesicht nun aber pflegt und ob man in eine Augencreme investiert, hängt dabei von jedem selbst ab. In folgenden Fällen kann es lohnen, eine Augencreme zu verwenden:

1. Augenringe, Tränensäcke & dunkle Schatten

Vor allem, wer sich an seinen Augenringen stört, dunkle Schatten unter den Augen hat oder Tränensäcke aufweist, kann von einer Augencreme profitieren. Augenringe sind im Übrigen nicht nur Anzeichen einer durchzechten Nacht, sondern können auch genetisch veranlagt sein. In beiden Fällen kann die Pflege unterstützen. Vor allem Produkte, welche die Durchblutung anregen, den Hautton angleichen oder feuchtigkeitsspenden sind, zaubern den perfekten Glow.

Weitere Tipps, wie du Augenringen vorbeugen kannst, findest du hier.

2. Fältchen

Die Hautalterung wird in erster Linie durch UV-Strahlung beschleunigt. Auf eine Tagespflege mit UV-Schutz zu setzen und sich allgemein aus der Sonne fernzuhalten, sind daher die besten Beautytipps. Auch Augencremes müssen für Formulierungen sorgen, um die Haut unter dem Auge vor der Strahlung zu schützen. Die große Herausforderung? Die Formulierung darf die Schleimhäute nicht reizen. Daher werden meist UV-Filter mit niedrigem Reizpotenzial, wie zum Beispiel Titandioxid oder Zinkoxid, genutzt.

Tipp: Du gehst raus und die Sonne scheint? Vergiss deine Sonnenbrille nicht. Der UV-Schutz in den Brillengläsern schützt deine Augen nicht nur vor dem Licht, sondern auch deine Haut rund um die Augen.

Zum anderen sind Augencremes besonders feuchtigkeitsspenden formuliert, denn der zweite Freund der Falte ist die trockene Haut. Wer auf lange Sicht Augenfalten vorbeugen möchte, ist mit einer Augencreme gut beraten.

Weiter Tipps, um Falten vorzubeugen, findest du hier.

3. Das Leben…

Das Leben ist zum Genießen da. Doch wer auf Genussmittel wie Alkohol, Tabak und eine regelmäßige Prise Sonnenschein setzt, dem wird man das auf lange Sicht auch ansehen. All diese Dinge setzen unserer Haut rund um die Augen zu. Augencremes wirken dagegen an.

Denn sie können die Haut rund um die Augen festigen, indem sich die Produkte positiv auf die Kollagen-Produktion unserer Haut auswirken. Kollagen ist ein Strukturprotein, welches unsere Haut straff, stark und gleichzeitig elastisch hält. Aber auch Antioxidantien wie Vitamin A unterstützen hierbei. Das Besondere an einer Augencreme? Hier muss vor allem auf den pH-Wert geachtet werden, um Augen nicht zu reizen. So werden statt der „richtigen Vitamine“ häufig Derivate verwendet, welche ihre Wirksamkeit langsam entfalten.

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