Der 1. Januar steht nicht nur für den ersten Tag im neuen Jahr, sondern auch für viele neue Regeln und Bestimmungen in Deutschland. Das gilt auch für das kommende Jahr 2022. Welche Dinge in weniger als zwei Wochen nicht nur verboten, sondern auch teurer werden, haben wir für dich zusammengefasst.
Ab 1. Januar: All das ändert sich pünktlich zum Jahreswechsel
Eins schon einmal vorweg, die neuen Änderungen zum Jahreswechsel haben ausnahmsweise nichts mit der Corona-Pandemie zutun und beziehen sich vielmehr auf den Einzelhandel, den Führerschein sowie neuen Bestimmungen bei der Post und beim Gehalt. Hier kommst du zum Überblick:
1. Verbot von Plastiktragetaschen
Ab dem 1. Januar dürfen im Supermarkt keine dünnen Plastiktüten mehr verkauft oder rausgegeben werden. Darunter fallen alle Tüten mit einer Wandstärke von 15 bis 50 Mikrometer. Damit möchte die Bundesregierung die Umwelt vor noch mehr Plastikmüll schützen.
2. Mehr Produkte bekommen Pfand
Auf immer mehr Verpackungen wird ab dem nächsten Jahr Pfand angewendet und die Pfand-Regel aus dem Jahr 2003 ausgeweitet. So wird für Einweg-Getränkeflaschen aus Kunststoff einheitlich 25 Cent Pfand fällig, genau derselbe Preis wird für Dosenpfand erhoben. Lediglich bei Milch und Milchmischgetränken greift diese Pfandpflicht erst ab 1. Januar 2024.
Auch Tetra Paks bleiben pfandfrei, da sie laut ihrer Recyclingfähigkeit als umweltfreundlich gelten. Spätestens bis zum 1. Juli 2022 müssen alle vorgeschriebenen Produkte die Pfandpflicht nachweisen.
3. Deutsche Post hebt Preise an
Drei Jahre lang konnten wir uns darauf freuen, dass die Deutsche Post ihre Briefpreise nicht erhoben hat. Ab dem 1. Januar ist damit jedoch Schluss. So wird das Porto für alle Basisprodukte Brief National sowie für einige Briefzusatzleistungen pünktlich zum Jahreswechsel teurer. Bis 2024 soll der neue, erhöhte Preis jedoch nicht weiter steigen. Demnach ist eine Postkarte ab dem neuen Jahr mit 70 Cent zehn Cent teurer als noch in diesem Jahr. Und auch ein Standardbrief kostet ab 2022 fünf Cent mehr.
4. Mindestlohn steigt
Und das gleich ganze zweimal. Momentan liegt der gesetzliche Mindestlohn bei 9,60 Euro pro Stunde. Im Jahr 2022 soll dieser nicht nur einmal, sondern zweimal angehoben werden. Zunächst pünktlich zum Jahreswechsel auf 9,82 und ein halbes Jahr später am 1. Juli 2022 auf 10,45 Euro. Vielleicht können wir uns aber auch auf eine dritte Erhöhung freuen, so möchte die Ampel-Koalition den Mindestlohn zukünftig auf 12 Euro pro Stunde erhöhen.
5. Krankmeldung nur noch digital
Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen gibt es bald nur noch elektronisch. Mit ein wenig Verspätung wird die Krankmeldung in Papierform ab dem 1. Juli 2022 durch ein elektronisches Meldeverfahren ersetzt.
6. Führerschein muss umgetauscht werden
Ab dem 1. Januar 2022 laufen die ersten alten Führerscheine ab und müssen umgetauscht werden. Die letzten sind dann zehn Jahre später, also im Januar 2033, nicht mehr gültig. Wer vor 1953 geboren worden ist, für den gilt der 19. Januar 2033 als Stichtag, egal, wann der Führerschein ausgestellt worden ist.
Weitere Änderungen 2022: Kinderzuschlag, Gas- und Stromanbieter und mehr
Ab dem 1. Januar erhöht sich jedoch nicht nur der Mindestlohn, sondern auch der Kinderzuschlag. Damit soll der Kinderarmut in Deutschland entgegengewirkt werden. Neben steigenden Postmarken steigen auch die Preise von Gas- und Stromanbieter. So müssen sich Haushalte auf eine Preiserhöhung von durchschnittlich 305 Euro beim Gas und 91 Euro beim Strom einstellen.
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